Oeschgen
Kritische Stimmen zu Terrassenbauten in Oeschgen

Im Mittelpunkt der Gesamtrevision der Oeschger Nutzungsplanung steht die Wohnqualität. Laut der neuen Ortsplanung soll künftig eine terrassierte Bauweise möglich sein. Ein entsprechendes Gebiet befindet sich kompakt am Siedlungsrand des Dorfes.

Walter Christen
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Dieser Hang in Oeschgen ist für die «Ermöglichung von terrassierten Bauten» im Fokus. chr

Dieser Hang in Oeschgen ist für die «Ermöglichung von terrassierten Bauten» im Fokus. chr

Im Mittelpunkt der Gesamtrevision der Oeschger Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland stehen der Erhalt und die Steigerung der Siedlungs-, Wohn- und Landschaftsqualität. So sind unter anderem die Ziele der Planungsrevision definiert.

Gemäss der neuen Ortsplanung soll künftig sowohl eine terrassierte als auch eine dreigeschossige Bauweise möglich sein.

Diesbezüglich gehen die Meinungen im Dorf auseinander: «Terrassenbauten gehören nicht zum Dorfbild von Oeschgen – sie verunstalten das Dorfbild», hielt der Vertreter einer Interessengemeinschaft in seinem Begehren im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens fest.

Die betreffenden Parzellen im Gebiet Müllerai (Holeweg) würden seit längerem zum Verkauf angeboten und werden doch nicht gekauft. «Das offenbar uninteressante Bauland sollte nicht extra attraktiver gemacht werden», so der Vertreter der Interessengemeinschaft weiter.

«Verschlechterung des Ortsbildes»

In einer anderen Stellungnahme aus der Bevölkerung heisst es: «Ein Terrassenbau bedeutet mit absoluter Sicherheit eine Überbauung durchgehend vom Holeweg bis zum Mühlerain, das heisst, es könnten etwa 20 bis 30 Wohneinheiten gebauten werden.

Und das wiederum würde nicht nur eine Verschlechterung des Ortsbildes bedeuten, sondern auch ein viel höheres Verkehrsaufkommen.

Auf der Gemeindeparzelle kommen viele Wildtiere vor und stehen mehrere Eichen, deren Abholzung ein massiver Eingriff in die Natur bedeuten würde.

Nur damit das gemeindeeigene Land verkauft werden kann, werden die Regeln geändert. Dabei mussten alle anderen Anwohner mit dem Steilhang leben und höhere kosten und Einschränkungen bei der Gestaltung auf sich nehmen müssen. Eine Änderung der Zonierung würde diese Personen verärgern und benachteiligen.»

Mit Gestaltungsplanpflicht

In der Stellungnahme des Gemeinderats heisst es: «Das zusammenhängende Gebiet für die Ermöglichung von terrassierten Bauten liegt kompakt am Siedlungsrand. Der Bereich wird auf die noch unüberbauten Parzellen beschränkt und mit einer Gestaltungsplanpflicht versehen.»

Zur Aussage «Oeschgen braucht keine dreigeschossigen Mehrfamilienhäuser», meint der Gemeinderat: «Die Wohnzone W3 wird neu als Wohnzone W2b plus bezeichnet. Somit kann eine dreigeschossige Bauweise nur über einen Sondernutzungsplan realisiert werden.»

Die öffentliche Auflage von Oeschgens Bauzonen- und Kulturlandplan, Bau- und Nutzungsordnung dauert noch bis zum 7. Oktober.

Planer und Gemeinderat stehen am Freitag, 27. September, von 19 bis 21 Uhr, im Gemeindehaus für Auskünfte zur Verfügung.

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