Magden

Kritik am Dreikönigs-Apéro: Bremst der Kanton die Zonenplanrevision aus?

Die Zuhörer lauschten am Dreikönigs-Apéro den Worten von Gemeindeammann Brunette Lüscher. Fotos: ach

Die Zuhörer lauschten am Dreikönigs-Apéro den Worten von Gemeindeammann Brunette Lüscher. Fotos: ach

Gemeindeammann Brunette Lüscher sorgt sich am Dreikönigs-Apéro um die bauliche Fortentwicklung des Dorfes. Doch auch die Schule sieht Lüscher als grosse Herausforderung. Lob fand sie für die unzähligen Freiwilligen im Dorf.

Zwischen Lob und Dank für ehrenamtliches Engagement mischt Gemeindeammann Brunette Lüscher am traditionellen Dreikönigs-Apéro im Hirschensaal auch Kritik am Kanton: Die von Aarau aus neuerdings straff angezogenen Zügel hinsichtlich Zonenplan-Revision gefallen ihr gar nicht.

Lüscher sieht bereits grosse Herausforderungen: «Geht es nach dem Willen des Kantons, sind einer ländlichen Gemeinde wie der unsrigen praktisch keine Neueinzonungen mehr erlaubt, die Forderungen sind auf die innere Verdichtung ausgelegt.»

Nun würden jene bestraft, die im Zuge der zurückliegenden Zonenplanung ihre Aufgaben gelöst und mittlerweile die Bauzonen aufgebraucht hätten. Und sie befürchtet, dass die derzeit laufenden Magdener Planungsarbeiten für die bauliche Zukunft der Dorfentwicklung «noch einige Zeit brachliegen».

Der Schulsektor bereitet ebenfalls Sorgen: «Vor einem Jahr hatten wir noch konkrete Hoffnungen auf den Erhalt der Oberstufe, trotz Umstellung auf das neue Schulsystem.»

Beim Verzicht auf eine Weiterführung einer Oberstufe im Dorf geht es Brunette Lüscher nicht allein ums Geld, doch verlangt sie eine «langfristige Investitionssicherheit», um auch neuen Schulraum planen zu können.

«Inputs und Kritik sind wichtig»

Vorrangig aber möchte die «Chefin» am Apéro den Einsatz vieler Freiwilliger im Geiste eines funktionierenden Dorflebens würdigen: «Eure Arbeit, Inputs und auch Kritik sind uns wichtig», bekennt Brunette Lüscher als bei den Wahlen im vergangenen Jahr im Amt bestätigter Gemeindeammann.

Eine «zielorientierte Zusammenarbeit» erachtet sie auch künftig für wichtig. In der politischen Alltagsarbeit verlangt sie unmissverständlich «projektbezogenen Einsatz».

In ihrem Rückblick freut sie sich, dass nach jahrelangem Ringen ein Eichenvertrag für den Forst unterzeichnet werden konnte, dass es zur Gründung eines Bunkervereins zum Erhalt einer militärhistorischen Anlage gekommen war.

Was den geplanten Bau der neuen Sporthalle mit kulturellen Räumen anbelangt, sieht Lüscher einen guten Weg und kündigt schon mal den Spatenstich für Anfang März an. Keine Zweifel lässt sie daran, dass auch künftig in den Tiefbau für Strassen, Leitungserneuerungen und Hochwasserschutz investiert werden muss.

Nachdem Gemeinderats- und Kommissionsmitglieder an den zurückliegenden Wahlen in ihren Ämtern weitgehend bestätigt wurden, was Lüscher als Beweis für Vertrauen und Kontinuität wertet, muss sie an diesem Abend lediglich zwei neue Mitglieder der Schulpflege öffentlich auf ihr Amt verpflichten: Nicole Schädeli und Stefanie Ruch. «Die Investition von Zeit für unsere Gemeinde ist sicher eine gute Investition in die Zukunft», resümiert Lüscher.

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