Laufenburg

Krimi-Klassiker «Plötzlich und unerwartet»: Ein Mordfall in der Kultschüür

Brigitte Vogel und Mario Geng spielen in der neuen Aufführung vom Theater Wiwa.

Brigitte Vogel und Mario Geng spielen in der neuen Aufführung vom Theater Wiwa.

Das Theater Wiwa präsentiert den Krimi-Klassiker «Plötzlich und unerwartet». Für den Krimi von Francis Durbridge hat sich Regisseur Martin Willi entschieden, weil er die Herausforderung mag.

In den 1970er- und 1980er-Jahren noch ein Strassenfeger, sind Francis Durbridges Kriminalfälle heute ein wenig ins Hintertreffen geraten – zu Unrecht, findet Martin Willi, Betriebsleiter der Kultschüür in der Laufenburger Altstadt. Willi führt erneut Regie der neuen Theaterproduktion mit erfahrenen Schauspielern.

Für «Plötzlich und unerwartet» hat er sich entschieden, «weil es ein Stück ist, das ich schon lange im Kopf hatte». Und weil er die Herausforderung mag. Denn der Krimi von Durbridge führt keinem klassischen Handlungsstrang entlang. Denn früh ist klar, wer der Täter ist. «Die Zuschauer können höchstens raten, ob er heil davon oder ins Kittchen kommt», berichtet Martin Willi.

Die Schwierigkeit für Willi und sein Team besteht also nicht darin, Spannung bis zum Schluss aufzubauen, sondern sie über die ganze Dauer des Stücks zu halten. Immerhin: Die Bühne bleibt nicht «leichenfrei», es gibt schaurige Momente und auch reichlich Entsetzen darüber, zu was Menschen fähig sind.

Was das Stück heraushebt und trotz Morden sympathisch macht: Anders als in früheren Produktionen sprechen die Schauspieler die Texte in der ihnen eigenen Sprache. Es ist Hochdeutsch zu hören, ebenso Schweizerdeutsch und badisch, wie es im süddeutschen Raum gesprochen wird. Damit unterstreicht das Theater Wiwa die Absicht, das Stück lokal und beidseits des Rheins spielen zu lassen.

In Laufenburg verortet

Im Original handelt «Plötzlich und unerwartet» in London, «aber wir wollten das Stück hier in und um Laufenburg verorten», erklärt Martin Willi. Was auch deshalb Sinn macht, weil fünf Schauspieler (Melanie Emmerich, Mario Geng, Christel Imhof, Katharina Theurer, Brigitte Vogel) aus Deutschland, drei (Lukas Bannier, Steffen Ehrhardt, Jürg Wiss) aus der Schweiz stammen.

Das Theaterensemble wird bis zur Premiere am 17. November, 40 Proben absolviert haben. «Besonders freut es uns, dass wir anlässlich der Produktion die bereits schon 250. Aufführung des Theater Wiwa auf die Bühne bringen dürfen», stellt Martin Willi fest. Das Theater Wiwa hat also einen guten Grund zu feiern und tut dies am 28. November mit einem Gratisapéro für alle Gäste. Der Vorverkauf ist ansprechend angelaufen. Die zweite von insgesamt neun Aufführungen ist bereits ausverkauft.

Mordverdacht wird abgelenkt

Die Handlung von «Plötzlich und unerwartet» in Kürze: Im Haus von Margrit und Wolfgang Arzner in Laufenburg-Deutschland ist Margrits Schwester Helen zu Besuch. Was sie nicht ahnt: Wolfgang ist nicht der liebende Ehemann, den er allen vorspielt. Er will seine Frau mithilfe der Schauspielerin Sheila Wallis umbringen, um an ihr beträchtliches Vermögen zu kommen.

Obendrein lenkt er geschickt den Mordverdacht auf Margrits Ex-Freund Wilhelm Schmid, der in Sulz wohnt. Das perfekte Verbrechen also? Von wegen. Es passieren Dinge, mit denen niemand rechnet, und läuft einiges schief.

«Plötzlich und unerwartet» Premiere an Samstag, 17. November, 20 Uhr, Kultschüür.

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