Die Kreisschule Eiken-Münchwilen-Stein (EMS) wurde im Laufe des Schuljahres auf ihre Funktionstüchtigkeit und auf die Wirksamkeit ihres Qualitätsmanagements geprüft. Die Fachstelle externe Schulevaluation der Pädagogischen Hochschule FHNW führte im Auftrag des Departements Bildung, Kultur und Sport die Evaluation durch.

Bereits im Herbst 2011 reichten die Schulleitungen das Schulportfolio ein. Anfang Februar dieses Jahres wurden mittels schriftlicher Vorbefragung die Daten der Lehrpersonen, der Schüler und der Eltern erhoben. Vor Ort wurden die Klassen besucht, so wie die Gruppen- und Einzelinterviews mit Schülern, Eltern, Lehrpersonen, dem Schulsozialdienst, der Schulverwaltung, dem Hausdienst, der Schulleitung und der Kreisschulpflege durchgeführt. Diese umfangreiche und objektive Datensammlung diente den Experten anschliessend als Grundlage für die Beurteilung.

Ampeln stehen auf grün

Bei den Ampelkriterien stellt sich die Frage, ob die Grundanforderungen für eine funktionsfähige Schule erfüllt sind. Geprüft werden: Schul- und Unterrichtsklima, Arbeitsklima für Lehrpersonen, Elternkontakte, Erfüllung der Betreuungs- und Aufsichtsfunktion, Schulführung, Qualitätsmanagement und Regelkonformität. An der Kreisschule stehen alle Ampeln auf Grün.

In Form von Kernaussagen und Erläuterungen schildert das Evaluationsteam seine Eindrücke. Die zwei Kreisschulstandorte seien durch ihre überschaubare Grösse von einem familiären Schulklima geprägt, in dem sich die meisten Schüler wohlfühlen, ist darin zu lesen. Die Schüler identifizierten sich mit «ihrer» Schule vor Ort. Eltern wüssten, dass ihre Kinder im überschaubaren Rahmen gut aufgehoben sind. Für die Förderung mancher Kinder sei dies eine echte Chance.

Auch die Lehrpersonen schätzen die Arbeit in ihren kleinen Oberstufenteams vor Ort mit den kurzen Wegen, da die Klassenzimmer nahe beieinander liegen. Die angenehme Arbeitsatmosphäre und gut eingespielte Zusammenarbeit wird von Lehrpersonen als Qualität bezeichnet, die ihre Arbeit und Motivation positiv beeinflusst. Als Optimierungsmöglichkeit können sich die Lehrpersonen eine gemeinsame Plattform für die Kreisschule vorstellen, wie dem Bericht zu entnehmen ist.

Lehrpersonen bezeichnen die Schule als gut organisiert. Sie nehmen die Schulsekretariate als dienstfertige und kompetente Unterstützung und Anlaufstelle für ihre Fragen wahr und schätzen die für sie gut zugängliche Dienstleistung.»

Ein grosser Teil der Eltern ist zufrieden damit, wie der Schulbetrieb funktioniert und die Schüler äussern sich ebenfalls mehrheitlich positiv. Sie finden Anlässe, Schulreisen oder Lager gut organisiert und erleben auch Regeln und deren Durchsetzung mehrheitlich positiv.»

Empfehlungen der Fachstelle

Nebst einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung und mittelfristigen Entwicklungsplanung für die Kreisschule, empfiehlt das Evaluationsteam den Schulführungsverantwortlichen, dem selbstbewussten Auftritt der Kreisschule nach aussen künftig eine hohe Priorität einzuräumen, damit sich ein gut wahrnehmbares Profil entwickeln und in der Bevölkerung verankern kann. (AZ)