Frick

Kreiselbau in Frick: Konzentration und Rücksicht gefragt

Bei der Kreiselbaustelle in Frick werden von allen Verkehrsteilnehmern erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert.

Bei der Kreiselbaustelle in Frick werden von allen Verkehrsteilnehmern erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert.

Die Vorarbeiten für den Kreiselbau beim Coop in Frick sind angelaufen. Nun wird der Ruf nach Sicherheitsmassnahmen lauter.

Der Kreiselbau erfordert, wie die az Aargauer Zeitung berichtete, nicht nur die Verlegung von Bushaltstellen, sondern auch eine Anpassung des Verkehrsablaufs. Oder anders gesagt erfordert die Situation während der gesamten, laut Terminplan bis August 2013 dauernden, Bauphase sowohl von Fussgängern wie auch Radfahrern und motorisierten Verkehrsteilnehmern erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit.

Dem ist aber (noch) nicht so, wie Beobachtungen der Situation über das Pfingstwochenende zeigten. Insbesondere fiel auf, dass nicht wenige Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker zu stark auf die neue Verkehrsführung fixiert sind und dadurch die beiden Fussgängerstreifen «übersehen».

Kritische Situationen

Dies kann wiederum zu kritischen Situationen führen, indem die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Fussgänger, eben zu spät erkannt werden. Auffallend auch, wie viele Fahrzeuglenkerinnen und -lenker im Bereich der Baustelle «einfach voll durchziehen», also die Geschwindigkeit nicht den besonderen Verhältnissen anpassen. Wie etwa jener Fahrer, der am Pfingstsamstag um die Mittagszeit mit seinem bulligen Offroader heran brauste und nur ganz knapp vor dem Fussgängerstreifen, auf dem gerade eine junge Mutter mit Kinderwagen die Strasse überquerte, stark abbremste.

Von einem Passanten auf seine provozierende Fahrweise angesprochen, erklärte der Autofahrer: «Na und, ist ja nichts passiert.» Ein Anwohner und Geschäftsinhaber, der das Geschehen auf der Strasse aus nächster Nähe miterlebt, fasst seine Beobachtungen der ersten Bautage so zusammen: «Eigentlich ein Wunder, dass noch nichts passiert ist, so wie da gefahren wird.»

Es seien aber nicht allein die Autofahrer, welche kritische Situationen herauf beschwören: «Oftmals wird einfach ohne vorher nach links und rechts zu schauen auf die Fahrbahn hinaus marschiert, zudem rennen nicht selten Leute zwischen den beiden Fussgängerstreifen über die Strasse, um durch das Loch in der Baustellenabschrankung zu schlüpfen.»

Tempo 30 kommt wohl kaum

Verständlich daher, dass sich nicht nur regelmässige Strassenbenützer und Anwohner ihre Gedanken machen, oder anders gesagt nach Lösungen suchen, wie unfallträchtige Situationen vermieden werden könnten. Im Vordergrund stehen dabei der Ruf nach einer verstärkten uniformierten Präsenz der Polizei und der Vorschlag, bis Ende Bauzeit und auf den gesamten Baustellenbereich ausgedehnt Tempo 30 einzuführen.

Zur geforderten verstärkten Polizeipräsenz erklärt Rolf Graf, Chef der Regionalpolizei Oberes Fricktal: «Wir hatten bereits im Vorfeld des Kreiselbaus intensive Kontakte mit allen involvierten Stellen. Wir werden, wie bereits jetzt während der Sanierungsarbeiten an der Kanalisation, ständig ein Auge darauf werfen, wie es läuft. Sollte es sich auf die gesamte Bauzeit bezogen zeigen, dass zusätzliche Massnahmen erforderlich sind, dann werden wir selbstverständlich unverzüglich entsprechend reagieren.»

Zur Idee, während der gesamten Bauzeit die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu senken, dürften die zuständigen kantonalen Stellen wohl kaum Ja sagen. Zudem müsste eine entsprechende Eingabe über den Dienstweg laufen, und der zieht sich erfahrungsgemäss hinaus. Oder anders gesagt würde eine Zusage, wenn überhaupt, womöglich erst in Frick eintreffen, wenn der Kreisel bereits fertig gebaut ist.

Kooperation und Rücksicht

So oder so: Wenn alle Verkehrsteilnehmer und Strassenbenützer, ob nun voll motorisiert oder angetrieben durch die eigene Muskelkraft, sowohl die geltenden Verkehrsregeln wie auch die – übrigens vorbildliche – Signalisation befolgen und sich kooperativ verhalten, dann dürfte es während der ganzen Bauzeit kaum zu unliebsamen Vorfällen kommen. Oder anders gesagt kann sich ein ebenso faires wie rücksichtsvolles Miteinander durchaus für alle auszahlen.

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