Hauptgeschäft an der Gemeindeversammlung von Gipf-Oberfrick vom Freitagabend war der Ausbau des Kornbergwegs. Bereits vor einem Jahr hatte der Gemeinderat ein Sanierungs- und Ausbauprojekt vorgelegt. Diesem stimmte die Gemeindeversammlung damals zwar auch zu – doch 487 Gipf-Oberfricker ergriffen dagegen das Referendum und hatten an der Urne Erfolg. Im neuen Projekt hat der Gemeinderat nun die Forderungen der Initianten – keine Einfahrtsbremse, keine verkehrsberuhigenden Massnahmen, ein Trottoir auf der gesamten Ausbaulänge – berücksichtigt.

Kritik wurde am Freitag an der Gemeindeversammlung gerade daran laut. Herbert Mösch sprach von einem «Kniefall» vor den Initianten und forderte die Rückweisung des Projekts an den Gemeinderat zur Überarbeitung. Zwei weitere Votanten forderten ebenfalls eine Überarbeitung. Der Rückweisungsantrag blieb jedoch erfolglos; die Versammlung stimmte dem Projekt mit 83 zu 38 Stimmen zu und sprach den notwendigen Kredit von 1,53 Millionen Franken. Gleichzeitig genehmigten die 151 (von 2501) anwesenden Stimmberechtigten 630 000 Franken für die Sanierung des «Alten Wegs», der in den Kornbergweg mündet, sowie für zwei weitere Nebenstrassen.

Um viel Geld ging es auch bei der periodischen Wiederinstandstellung verschiedener Flurwege, Drainagen und Wasserleitungen zu den Höfen. Dafür sprach der Souverän 4,2 Millionen Franken. Bund und Kanton werden sich mit 1,45 Millionen Franken daran beteiligen. Die Sanierung erfolgt in Etappen zwischen 2015 und 2018.

Ohne Diskussion genehmigten die Gipf-Oberfricker auch das neue Personalreglement, das Budget 2015 mit einem unveränderten Steuerfuss von 102 Prozent sowie einen Beitrag von 150'000 Franken an die Sanierung des Waldhauses, das im Besitz der Ortsbürgergemeinde ist. Mit leisem Murren sagten sie auch ja zu einer Erhöhung der Wassergebühren von 1,6 auf 2,0 Franken pro Kubikmeter, was einen durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt pro Jahr zusätzlich mit 75 Franken belastet. «1000 Liter Trinkwasser für 2 Franken sind vertretbar», warb Frau Gemeindeammann Regine Leutwyler für die Erhöhung.