Frick
Können die Fricker zweispurig durch die Weihnachtszeit?

Gewerbe, Kanton und Gemeinde treffen sich morgen Freitag zu einem runden Tisch und diskutieren die Situation rund um die Kreiselbaustelle in Frick. Die Optimierungsarbeiten sind durchgeführt, nun soll noch weitere Verbesserungen der Situation durchgeführt werden.

Werner Hostettler
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Erhöhte Arbeitsintensität auf der Fricker Kreiselbaustelle. HOT

Erhöhte Arbeitsintensität auf der Fricker Kreiselbaustelle. HOT

Sowohl der Fricker Bauverwalter Harri Widmer wie auch Markus Erni, Chef-Stellvertreter Polizei Oberes Fricktal, betonten im Bericht der az Aargauer Zeitung vom 25. August, die Situation rund um die Kreiselbaustelle werde «intensiv beobachtet, laufend analysiert und falls erforderlich auch unverzüglich optimiert.»

Das ist in der Zwischenzeit geschehen, wie Harri Widmer bestätigt: «Die Baustellensignalisation wurde unter anderem auch im weiteren regionalen Umfeld ergänzt und verbessert. Den Autofahrern bietet sich damit eine wesentlich bessere Orientierungshilfe.» Daneben sei auch die Lichtsignalanlage optimiert worden: «Der Verkehr läuft damit flüssiger und es wurden auch keine langen Kolonnenbildungen mehr festgestellt.»

Weihnachten zweispurig?

Zur immer wieder geäusserten Kritik, warum es für «eine solch kleine Baustellenlänge eine dermassen lange Bauzeit» erfordere, stellt Widmer fest: «Es war und ist keine einfache Aufgabe und zugleich eine echte Herausforderung für alle Beteiligten, eine solch an sich kurze Ausbaustelle in sechs Etappen planen und durchziehen zu müssen. Zumal innerhalb der verschiedenen Etappen immer wieder andere Spezialisten im Einsatz stehen und es auch dauernd einen entsprechenden Personaleinsatz erfordert.»

Wie beispielsweise diese Woche während der Belagsarbeiten. Die derzeitige einspurige Verkehrsführung an der Baustelle vorbei wird laut Widmer «noch den ganzen Herbst» so bleiben. Zur insbesondere aus Gewerbekreisen gestellten Forderung, den Verkehr zumindest während der Weihnachtszeit zweispurig laufen zu lassen, hält der Fricker Bauverwalter fest: «Aus Witterungsgründen wird auf den Dezember hin ohnehin in reduziertem Umfang gearbeitet. Wir prüfen zudem die Möglichkeit, den Verkehr ab Anfang Dezember bis etwa Mitte Januar im Bereich der Baustelle zweispurig laufen zu lassen.» Was speziell die Gewerbler freuen dürfte, denn für Christoph Vogel, Präsident Gewerbe Regio Frick, ist klar: «Wir setzen uns für Lösungen ein, die auch wirklich akzeptabel sind.» Morgen Freitag werden sich übrigens Vertreter des Kantons und der Gemeinde Frick gemeinsam mit einer Delegation von Gewerbe Regio Frick an einen runden Tisch setzen.

Verstärkte Polizeipräsenz

Womöglich wird dabei auch die weiterhin praktizierte Missachtung des Abbiegeverbotes zur Sprache kommen. Die Polizei Oberes Fricktal hat die uniformierte Präsenz speziell auch im Baustellenbereich verstärkt, wie deren Chef Rolf Graf erklärt: «Signale sind nun einmal da, dass man sie auch beachtet. Wer trotz Verbot abbiegt, wird gebüsst.» Was auch geschieht. Widmer kritisiert aber auch das Verhalten nicht weniger Velofahrer: «Ihre oftmals provozierende Fahrweise, wie beispielsweise auf Trottoirs, führt nicht selten zu gefährlichen Situationen.» Rolf Graf: «In solchen Fällen werden die Radfahrer dazu angehalten, abzusteigen und ihr Velo zu schieben. Uneinsichtige werden gebüsst.»

Nicht büssen, aber beschenken will Bäckermeister Markus Kunz: «Wir bieten ab kommender Woche ein spezielles Stau-Brot an, das, zum gleichen Preis, schwerer und 20 Zentimeter länger ist.» Zudem sollen während der nächsten sieben Wochen täglich zehn im Stau stehende Autofahrer mit einem solchen «Stau-Brot» überrascht werden. Markus Kunz versteht dies als «Dankeschön dafür, dass Frick trotz Baustelle nicht gemieden wird.»