Laufenburg
Koch+Partner Laufenburg feierte 111 Jahre Firmengeschichte

Koch+Partner (Kopa) nahm den 111.Geburtstag zum Anlass für eine Jubiläumsfeier. Im Mittelpunkt dieser Feier stand ein Referat über die Gesellschaft von morgen des bekannten Zukunftsforschers Georges T. Roos.

Dieter Deiss
Merken
Drucken
Teilen
Die Geschäftsleitungsmitglieder Stefan Giess, Christoph Koch, Viktor Oeschger und Emil Schmid (v.l.) freuen sich mit Franz Koch (Mitte) über die lange, erfolgreiche Firmengeschichte.

Die Geschäftsleitungsmitglieder Stefan Giess, Christoph Koch, Viktor Oeschger und Emil Schmid (v.l.) freuen sich mit Franz Koch (Mitte) über die lange, erfolgreiche Firmengeschichte.

Emanuel Per Freudiger

Vor einem festlich gestimmten Publikum in der Laufenburger Stadthalle gab Christoph Koch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Koch+Partner (Kopa), einen kurzen Abriss der Firmengeschichte. 1903 gründete Eugen Meyer in Laufenburg ein Vermessungsbüro, das von dessen Sohn Hans übernommen wurde und zu dem vor 40 Jahren Franz Koch stiess.

Nach dem dann Eintritt von Sohn Christoph ging aus dem Büro die Firma Koch+Partner hervor. Zu Kopa stiessen noch Scheidegger und Partner sowie die Fischer+Schild AG. Mit der Gründung von Kopa Bauprofile und Kopa Geoservices stellte man sich breiter auf.

Stadtammann Herbert Weiss.

Stadtammann Herbert Weiss.

Emanuel Per Freudiger

Vertrauen, Verlässlichkeit, Vielfalt

In seiner Grussadresse wies der Laufenburger Stadtammann Herbert Weiss darauf hin, dass sich das Unternehmen stets den Bedürfnissen des Marktes angepasst und sich weiterentwickelt habe. Die Gemeinde schätze Koch+Partner als professionelles und kundenorientiertes Unternehmen.

Regierungsrat Urs Hofmann meinte, dass die 111-jährige Geschichte auf Vertrauen, Verlässlichkeit und Vielfältigkeit aufgebaut sei. Der Streit um Grundstücke sei in früheren Zeiten fast alltäglich gewesen. Eine saubere Vermessung bewahre uns heute vor Willkür und Korruption. Mit der Ausbildung von jungen Leuten investiere Kopa zudem in die Zukunft, schloss der oberste aargauische Vermesser seine Ausführungen.

Rückgang der Weltbevölkerung

Zukunftsforscher Georges T. Roos «warnte» zu Beginn seines Referats: «Ich habe nicht die Möglichkeiten, um wie Mike Shiva in die Zukunft zu blicken.» Seine Theorien baut er auf Megatrends auf, deren Kräfte zu Veränderungen führen. Megatrends müssten epochal, global gültig und allgegenwärtig sein.

Regierungsrat Urs Hofmann.

Regierungsrat Urs Hofmann.

Emanuel Per Freudiger

Seit 10 Jahren sei der «Peak Child» erreicht. Roos meint damit den Höhepunkt der weltweiten Geburtenrate. Heute nehme die Weltbevölkerung nur noch wegen der steigenden Lebenserwartung zu. Die Diskussionen um die fehlenden Ressourcen bezeichnete er als Angstmacherei. Unser Planet könnte problemlos 14 Milliarden Menschen ernähren.

Die Chancen der Schweiz sieht Roos in Bildung, Forschung und Rechtssicherheit. Allerdings sei die demografische Entwicklung ein grosses Problem. Es finde ein biologisch-medizinischer Verjüngungsprozess statt, der dazu führt, dass die Leute länger «jung» bleiben.

Die heutige Situation führe zu einer Überschuldung unseres Landes. Lösungen sieht er in einer Steigerung des Wirtschaftswachstums, einer jährlichen Migration von 27 000 Personen und in längeren Lebensarbeitszeiten. Die Zukunft werde uns auch weiterhin überraschen, schloss der Referent seine recht optimistischen Ausführungen.

Zukunftsforscher Georges T. Roos.

Zukunftsforscher Georges T. Roos.

Emanuel Per Freudiger

Neues Logo

Als Überraschungsgast trat während des Nachtessens Kurt Aeschbacher alias Fabian Treier, Lernender bei Koch+Partner, auf. Bei der Suche nach einem Sommerjob interviewte er zahlreiche «Prominente» und präsentierte abschliessend noch das neue, vereinheitlichte Logo der fünf Unternehmen der Kopa-Gruppe. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Laufenburger Bläserquintett.