Frick

«Knecht Schuhe» eröffnet mitten in der Pandemie – eingespieltes Team realisiert guten Start

Coni Hugo, Samantha Della Pia, Cécile Knecht und Gerlinde Thommen (v. l.) arbeiten gemeinsam bei «Knecht Schuhe».

Coni Hugo, Samantha Della Pia, Cécile Knecht und Gerlinde Thommen (v. l.) arbeiten gemeinsam bei «Knecht Schuhe».

Cécile Knecht eröffnete ihren Schuhladen in Frick mitten in der Pandemie. Dass sie die Angestellten des zuvor existierenden «Schuhhaus Frank» übernommen hat, zahlt sich aus: Auch in der schwierigen Zeit funktioniert das eingespielte Team gut.

Hinter Cécile Knecht liegen intensive Monate. Als das Fricktaler Familienunternehmen Frank bekannt gab, seine «Schuhhaus Frank»-Filialen zu schliessen, beschloss Knecht – eine jahrelange Mitarbeiterin – an der­selben Adresse an der Fricker Hauptstrasse ein eigenes Schuhgeschäft zu eröffnen. Das war im Spätherbst 2019. Und Corona noch kein Thema. Schon wenige Wochen später, Knecht war mitten in den Vorbereitungen für die Eröffnung des eigenen Ladens, war alles ganz anders.

Plötzlich war unklar, wann «Knecht Schuhe» überhaupt würde öffnen können. Plötzlich erhielt sie Nachrichten von Lieferstopps. Und plötzlich durften ihre Mitarbeiterinnen und sie selbst nicht mehr im Laden arbeiten. «Es war eine Herausforderung», blickt Knecht heute zurück auf die Zeit während des Lockdowns.

Unzählige Mails und Telefonate waren allein nötig, um genügend Ware für die Eröffnung in den Laden zu bekommen. Dazu das Entgegenkommen vieler Lieferanten und die Mithilfe ihres Vermieters. Er schloss jeweils die Türe zum Laden auf, damit die Lieferanten die Kisten voller Schuhe einfach deponieren konnten.

Der Laden glich einem Blumenmeer

«Wir haben von vielen Seiten Unterstützung erhalten und versuchten immer, positiv zu bleiben», sagt Knecht. Als «riesige Hilfe» erwiesen sich da- bei ihre Mitarbeiterinnen Coni Hugo und Gerlinde Thommen. Beide arbeiteten schon zuvor mit Cécile Knecht zusammen beim «Schuhhaus Frank». «Wir kannten uns also schon und wussten, wie wir ticken und wie die Arbeitsabläufe am besten funktionieren», so Knecht.

Die Belohnung für all den Einsatz gab es dann in den Tagen nach der Eröffnung im Mai. Der Laden glich einem Blumenmeer, so viele Geschenke gab es von Kundinnen und Kunden sowie von anderen Gewerblern aus der Region. «Es war ein­-fach nur schön. Wir fühlten uns sofort willkommen und geschätzt», sagt Knecht.

«Unser Sortiment kommt gut an»

Mittlerweile ist im Laden so etwas wie Normalität eingekehrt. Eine Normalität, zu der Masken und Desinfektionsmittel vorerst fest dazu gehören. Aber: «Wir haben uns gut eingewöhnt», sagt Knecht. Viele Stammkunden von «Schuhhaus Frank» kämen nun auch zu ihr. Und: «Wir konnten auch einige neue Kunden gewinnen», freut sich Knecht. «Insgesamt kommt unser Sortiment gut an.»

Derzeit läuft schon die Vorbereitung auf den Herbst. Die ersten Modelle für die kältere Jahreszeit sind eingetroffen, bleiben aber noch für einige Wochen verpackt. Mit Samantha Della Pia hat Knecht ausserdem eine weitere Mitarbeiterin eingestellt. Auch, um bei der Einsatzplanung noch flexibler zu werden. Trotz der erschwerten Bedingungen ist Knecht mit dem Start sehr zufrieden. «Es war zwar eine intensive Zeit, aber auch eine gute Zeit», sagt sie mit einem Lächeln.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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