Augarten

Knatsch zwischen Bewohnerverein Augarten und IG Schach

Vorstandsmitglieder des Bewohnervereins Augarten an der Versammlung im Begegnungszentrum Pelikan.

Vorstandsmitglieder des Bewohnervereins Augarten an der Versammlung im Begegnungszentrum Pelikan.

Engagierte Leute sind sie alle, denn sonst wäre eine ausserordentliche Versammlung des Bewohnervereins Augarten (BV) nicht zustande gekommen.

Allerdings: Unterschiedliche Interpretationen von Reglementen und emotional geprägte Diskussionen im Vor- und Umfeld vergifteten das Klima zwischen dem Bewohnerverein und der IG Schach, die sich in ihrer Arbeit für die Siedlung im Rheinfelder Westen benachteiligt fühlt. Und im Sommer juristische Schritte unternommen hatte, um eine spezielle Versammlung durchzusetzen.

Wenn zwei sich streiten, lacht der Dritte, weiss der Volksmund. Einen Dritten gab es eigentlich nicht, höchstens den IG-Rechtsanwalt Christian Suter, der am Freitagabend im Begegnungszentrum Pelikan ebenfalls in der ersten Stuhlreihe als Zuhörer neben seinen Klienten Platz genommen hatte. «Ich werde nichts sagen.» BV-Präsident Bruno Cereghetti stellte an der im Prinzip öffentlichen Veranstaltung aber den Antrag, den Rechtsanwalt des Saales zu verweisen, was mit 48 gegen 28 Stimmen gutgeheissen wurde.

Suters Kurzkommentar während des Hinausgehens: «Wenn man alles recht macht, muss man auch keine Angst haben.» Der nicht im Augarten wohnende Rheinfelder Guido Wüthrich wurde schliesslich auf Vorschlag des Präsidiums zum Tagespräsidenten bestimmt, gewissermassen als Mediator, was ihm in den zwei Stunden auch gut gelang, trotz zeitweise aufschäumender Redebeiträge.

Anliegen der IG Schach

Es ging ausschliesslich um die Anliegen der IG Schach, die zunächst eine Gleichstellung aller IGs verlangte und Vereinsgründungen im Augarten nicht das Wort redete. Ihr Sprecher Jörg Hostettler betonte, dass die unter dem Dach des Bewohnervereins organisierten IGs nicht so straff organisiert seien wie ein Verein; schliesslich wolle man den in Rheinfelden existierenden Vereinen keine Konkurrenz machen, sondern Aktivitäten in der Augartensiedlung ermöglichen. Dies bestätigte auch der im Augarten wohnende ehemalige Stadtammann Urs Felber.

Schlussendlich dominierten Verfahrensfragen den Abend wie, ob schriftliche Anträge an der Generalversammlung vor den Vorstandswahlen behandelt werden sollen. Alois Deuber, ehemals Augartenverwalter, sprach sich für Transparenz aus, was die IG Schach akzeptierte. Mehrfach erklang die Forderung, miteinander besser zu kommunizieren und Gemeinsamkeit zu praktizieren.

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