Kaisten
Kleine Spitex will trotz steigender Anforderungen selbstständig bleiben

Anlässlich der Jubiläumsgeneralversammlung blickt die Spitex Kaisten auf 20 Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück. Der Aufwand nimmt stetig zu. 2004 betrug der zeitliche Gesamtaufwand 4203 Stunden, 2012 waren es 6636 Stunden.

Merken
Drucken
Teilen
Präsident Hansrudolf Basler. MHK

Präsident Hansrudolf Basler. MHK

Picasa

Schüler und Schülerinnen der Musikschule Laufenburg-Kaisten eröffneten zusammen mit ihren Musiklehrern und -lehrerinnen die Jubiläums-Generalversammlung der Spitex. Eine schöne und würdige Einstimmung auf einen kleinen und feinen Jubiläumsanlass.

Präsident Hansrudolf Basler verband seinen Jahresbericht mit dem Rückblick auf 20 Jahre Wirken des Spitex-Vereins. 1991 erhielt die Gemeinde Kaisten von Bund und Kanton den Auftrag, einen Haus- und Krankenpflegeverein «SPITEX» zu gründen.

Was klein anfing, wurde beharrlich ausgebaut, erweitert und verbessert. Die Spitex erhielt schnell das Vertrauen der Bevölkerung und ist heute nicht mehr wegzudenken. Als direkte Auftraggeberin erstellte die Gemeinde Kaisten 2001 die «Leistungsvereinbarung» mit der Spitex, die per 1. Januar 2011 neuen Anforderungen angepasst wurde.

2004 kam Eveline Stocker als Stützpunktleiterin zur Spitex Kaisten. Damals wurden am Vormittag in der Krankenpflege 5 bis 7 Klienten besucht, heute sind es im Durchschnitt 15 bis 20. Der Umfang der Pflegemassnahmen ist heute wesentlich grösser und bedingt stete Bereitschaft zur Weiterbildung.

Im Krankenpflegeteam sind zurzeit sechs und in der Familienhilfe fünf Mitarbeiterinnen in Teilzeit angestellt. 2004 betrug der zeitliche Gesamtaufwand 4203 Stunden, 2012 waren es 6636.

Während im Unteren Fricktal an einem Projekt zum Zusammenschluss der Spitex-Vereine gearbeitet wird, hat die Spitex Kaisten, in Vereinbarung mit ihrem Auftraggeber Gemeinde Kaisten, beschlossen, sich nicht daran zu beteiligen.

Dies auch, um dem häufig geäusserten Wunsch der Klienten zu entsprechen, möglichst von den gleichen Personen betreut zu werden. Die Frage bleibt, ob bei den immer grösseren kantonalen Vorschriften und Anforderungen im Gesundheitswesen eine kleine Spitex-Organisation den Alleingang bewältigen kann.

Sich nicht der Grossfusion anzuschliessen, beschlossen ebenfalls die Spitexen Regio Laufenburg und Regio Frick. Diese drei Spitexen streben deshalb eine Zusammenarbeit in Bereichen an, wo gegenseitige Unterstützung notwendig ist; jede Organisation bleibt dabei selbstständig.

Für 20-jährige Mitarbeit im Vorstand der Spitex werden Hansrudolf Basler und Gilbert Gertiser geehrt. Hansrudolf Basler war von Anfang an im Vorstand und leitet seit 10 Jahren als Präsident die Spitex. Gilbert Gertiser tritt nach 20 Jahren als Beisitzer aus dem Vorstand aus. (mhk)