Rheinfelden

Klares internationales Bekenntnis zur regionalen Kunsteisbahn

Die Kunsteisbahn Rheinfelden ist eine attraktive Sportstätte, wo auch viele spannende Eishockeyspiele durchgeführt werden. – Foto: ach

Die Kunsteisbahn Rheinfelden ist eine attraktive Sportstätte, wo auch viele spannende Eishockeyspiele durchgeführt werden. – Foto: ach

Urs Hohler, Verwaltungsratspräsident der KuBa Freizeitcenter AG, Rheinfelden, freut sich über die Kreditverlängerung durch den Gemeinderat der deutschen Nachbarstadt. Dies ist ein klares internationales Bekenntnis zur regionalen Kunsteisbahn.

An der Rheinfelder KuBa Freizeitcenter AG ist auch die Nachbarstadt Rheinfelden Baden beteiligt. Seit Jahrzehnten wird die Zusammenarbeit gepflegt. Nicht nur auf gesellschaftlicher Basis, sondern auch im finanziellen Bereich. Es existiert ein zinsloser Kredit über 100 000 Franken aus dem Badischen zugunsten der Schweizer Einwohnergemeinde, die wiederum an der KuBa beteiligt ist. Ausserdem schiesst die badische Seite rund 54 000 Franken an die Betriebskosten zu.

Um eine von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt beantragte Kreditverlängerung entzündete sich im Gemeinderat Rheinfelden Baden allerdings eine längere Diskussion. Es ging darum, den erstmals 1974 bewilligten Kredit um weitere 15 Jahre zu verlängern, was letztlich grossmehrheitlich akzeptiert wurde. CDU-Fraktionschef Paul Renz fragte allerdings, wann denn eine Rückzahlung in Aussicht stehe – keine Antwort vom Rathauschef.

Deutsche Seite profitiert von der Eisbahn

SPD-Stadtrat Gustav Fischer unterstrich, dass die deutsche Seite von der Schweizer Kunsteisbahn seit Jahrzehnten profitiere. Und es kamen Zahlen auf den Tisch: Im Winter 2012/2013 nutzten knapp 2000 Schülerinnen und Schüler aus der deutschen Nachbarschaft die Kunsteisbahn auf Schweizer Seite. Mit den positiven Aspekten begnügte sich der Vorsitzende des Stadtsportausschusses und CDU-Gemeinderat Dieter Wild nicht. «Das Geld kann man auch gut in die Sportförderung auf der deutschen Seite investieren», stellte er sich letztlich allein gegen die Ratsmehrheit.

Urs Hohler, der Verwaltungsratspräsident der KuBa Freizeitcenter AG, sieht den positiven Beschluss des Gemeinderats von drüben als «tolle Sache», zumal die Kunsteisbahn von vielen Sportbegeisterten ennet dem Rhein in Anspruch genommen wird. «Der Entscheid ist ein klares Bekenntnis zur regionalen Kunsteisbahn», freut sich Hohler. Die deutschen Nachbarn haben übrigens einen Sitz im Verwaltungsrat, der künftig von Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler (vergleichbar mit der Funktion des Stadtschreibers) eingenommen wird. Die Beteiligung am Aktienkapital der KuBa umfasst zwar nur 5000 Franken, doch sieht Urs Hohler eine gute Basis in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: «Sie können mitreden und sind in Entscheidungen eingebunden.» Wohl wissend, dass es schon Jahre gab, in denen 50 Prozent der Gäste auf der Kunsteisbahn Rheinfelden aus der deutschen Nachbarschaft kamen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1