Laufenburg
Kinderbetreuung nun im ausrangierten Bahnhofgebäude

Neues Leben in einem alten Bahnhof: Weil die SBB keine Nutzungsmöglichkeiten mehr erkannten, keimten in der Stadt neue Ideen. Jetzt gibt es eine spezielle Kita.

Ingrid Arndt
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Malen, spielen, schminken: In der neuen Kita am Bahnhof ist künftig immer etwas los.

Malen, spielen, schminken: In der neuen Kita am Bahnhof ist künftig immer etwas los.

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Knallbunte Luftballons, eine Riesenauswahl an herrlichen Spielsachen, freundliche Räume, ein Zauberer, Kasperlitheater, Kinderschminken, eine Tombola und ein hoch motiviertes Betreuungsteam begrüssten Kinder, Eltern und viele Interessenten an der zweitägigen Eröffnungsfeier der Kita im ausrangierten Bahnhof. Eingeladen waren alle, die kommen und schauen wollten.

Und so manche Eltern dachten sicher zurück , als sie selbst noch kleine Knirpse waren und gerne stundenlang den Zügen hinterhergeschaut hätten. Hier ist das möglich: Die Fenster der Einrichtung zeigen auf die nahen Bahnsteige, ebenso die fast 30 Quadratmeter grosse Terrasse. Ideal ist natürlich auch der Standort durch seine direkte Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und die guten Parkiermöglichkeiten.

Platz für 16 Kinder

«Platz ist hier für insgesamt 16 Kinder von zwei Monaten bis ins Schuleintrittsalter, die von montags bis freitags in der Zeit zwischen 7 und 18 Uhr behütet werden. «Auch samstags sind wir auf Wunsch von 9 bis 14 Uhr für unsere Schützlinge da, in diesem Jahr gibt es ausserdem keine Sommerpause», erklärte Leiterin Birgit Lapp, staatlich anerkannte Erzieherin und Sozialpädagogin. Natürlich können die Kleinen nach Absprache auch nur an bestimmten Wochentagen kommen oder einfach nur stundenweise.

Im Baby-Ruheraum sollen sich die Jüngsten unter dem Sternenhimmel wohl fühlen. Die Grösseren dürfen nebenan nach Herzenslust mit Puppenstuben, Werkbank, Autos, Dreirädern, Staubsauger, Rasenmäher spielen, sich Bücher anschauen, malen, basteln und vieles mehr. Wer müde geworden ist von all diesen spannenden Dingen, kann sich in Ruhe- und Kuscheloasen zurückziehen, die nach dem Mittagessen auch für die Siesta genutzt werden. In der Küche können gemeinsam die Mahlzeiten vorbereitet werden, Sanitärbereich und Sicherheitseinrichtungen sind natürlich auf höchstem Niveau.

Grosses Interesse an der Kita

«Am Montag starten wir in den Kita-Alltag, vorerst werden neben der Leiterin eine Kleinkindererzieherin und eine Praktikantin da sein», erklärte Bernd Siemoneit, Präsident des grenzüberschreitenden Kita-Vereins. Und weiter: «Derzeit laufen viele Anmeldungen, das Interesse ist gross, der Bedarf dafür stark vorhanden. Wir haben auch schon Voranmeldungen für 2013. Wenn unser Haus voll ausgelastet ist, werden insgesamt 6,5 Fachpersonen tätig sein», zeigte er sich optimistisch.

Der Zuspruch an den beiden Tagen der offenen Tür war enorm; auch Unternehmen aus dem Umland interessierten sich speziell für Möglichkeiten, für Kinder ihrer Mitarbeiterinnen eine Betreuungsmöglichkeit zu bieten.

«Wir gehen in unserem Gesamtkonzept neben einem strukturierten Tagesablauf voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kinder ein, werden uns viel im Freien aufhalten, eine familiäre Atmosphäre schaffen, gemeinsam mit den Eltern Feste feiern.» Die Kinder dürften sich rundum wohl fühlen, die Eltern volles Vertrauen haben, damit sie in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können. «Die Entwicklung jedes Einzelnen wird in Wort und Bild festgehalten», betonte Birgit Lapp.