«Der Anblick der vielen neugierigen Kinder heute Nachmittag gibt uns Organisatoren wieder richtigen Schwung zum Durchstarten», sagte Ralf Däubler, als rund 200 Kinder am Mittwoch zur ersten Vorlesung im zweiten Semester der Kinderuni-Hochrhein im Saalbau in Stein Platz genommen hatten.

Vonseiten der Stadtverwaltung Bad Säckingen ist Ralf Däubler mit der Rektoratsarbeit der Kinderuni betraut. Die Kinderuni Hochrhein ist nun in die zweite Runde gegangen. Die Franke-Stiftung, die Sparkasse Hochrhein, das Sanitätshaus Schneider, die AGO-Steuerberatung, das Gloria-Theater, die Druckerei Rössler und Blattwerk24 haben sich als Sponsoren beteiligt.

Vorlesung über das Wetter

Kinder zwischen acht und zwölf Jahren lernen spannende Dinge aus Wissenschaft und Alltag in Vorlesungen von 35 bis 45 Minuten. Abwechselnd in Bad Säckingen und Stein halten die Hochschullehrer ihre Vorlesungen, nach denen die Kinder Fragen stellen können. Die Plätze im Hörsaal sind für Kinder reserviert, Erwachsene haben keinen Zutritt. 400 Kinder aus Deutschland und der Schweiz können die Vorlesungen besuchen und auch neue Freunde kennenlernen.

Am Mittwoch beschäftigte die Teilnehmer die Frage, woher wir das Wetter von morgen wissen. Referent war Meteorologe Matthias Müller von der Uni Basel. «Wettervorhersagen haben sich in den letzten hundert Jahren von der Bauernregel zur Wissenschaft entwickelt», erläuterte er, nachdem er eingangs erklärte, was unter dem Phänomen Wetter überhaupt verstanden wird. «Temperatur, Feuchte und Wind bestimmen unser Wetter», sagte er und leitete über auf die Möglichkeiten, Wettervorhersagen zu berechnen.

Mittels Messung des aktuellen Wetters und Berechnungen auf schnellen Computern könne das zukünftige Wetter heutzutage vorhergesehen werden. «Das klappt jedoch nicht immer – manchmal ist die Vorhersage für eine ganze Woche korrekt, in anderen Situationen ist bereits der aktuelle Tag nicht vorhersagbar», erklärte er.

Unruhen im Hörsaal

Die meisten Kinder verfolgten Müllers Vortrag gespannt – doch einige sorgten für Unruhe. «Die Unruhen haben zu einigen Störungen geführt und wir werden uns für die kommenden Termine überlegen, wie so ein Verhalten verhindert werden kann», sagte Helmar Burkhart. Enttäuscht zeigten sich einige Kinder, die deswegen dem Vortrag nicht richtig folgen konnten.