Im Herbst geht es los: 200 bis 300 junge Studenten zwischen acht und zwölf Jahren aus der Schweiz und aus Deutschland werden auch in diesem Jahr wieder zu Vorlesungen an der Kinderuni Hochrhein erwartet. Professor Helmar Burkhart und das Organisationskomitee haben für das neue Semester vier Vorträge organisiert. Auch nach vier Jahren sehen die Macher aber auch noch Optimierungspotenzial bei der Vermarktung der Kinderuni.

Ein Drittel aus der Schweiz

Der Einbezug der Kinder sei einer der Aspekte, die bei der Kinderuni sehr wichtig seien, erklärte Helmar Burkhart, selbst Professor an der Universität in Basel. Ein Beispiel sei die Vorlesung im vergangenen Jahr, als Kinder Ottmar Hitzfeld, einen der erfolgreichsten Fussball-Trainer, interviewen durften. Dieser Aspekt solle in Zukunft noch mehr zum Tragen kommen, so Burkhart.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Kinderuni Hochrhein sei die grenzüberschreitende Arbeit und damit die Begegnung der Kinder aus der Schweiz und aus Deutschland. Bislang sei das Verhältnis so gewesen, dass zwei Drittel der Teilnehmer aus Deutschland gekommen seien und ein Drittel aus der Schweiz. Das Projekt werde also auf beiden Seiten der Grenze wahrgenommen, auch wenn die meisten Veranstaltungen auf deutscher Seite stattfinden, sind die Macher überzeugt.

Vier Veranstaltungen sind für das bevorstehende Semester geplant. Die erste findet am 18. Oktober im Saalbau in Stein statt. Sie dreht sich um Recht und Gerechtigkeit: «Richterin und Rechtsanwalt – was machen die eigentlich?» Corinne Widmer Lüchinger, unter anderem Prodekanin der juristischen Fakultät der Universität Basel, wird diesen Vortrag halten. Dabei werde auch ein Fall verhandelt, bei dem die Kinder mitüberlegen sollen, ob ein Angeklagter verurteilt oder freigesprochen wird – da komme auch die Einbeziehung der Kinder wieder stark zum Tragen, so die Organisatoren.

Grimm, Pilze und Forschung

Die anderen drei Veranstaltungen finden am 8. November, 15. November und 17. Januar im Gloria-Theater in Bad Säckingen statt. «Wer waren die Gebrüder Grimm und woher kommen unsere Märchen?» ist der Titel einer Vorlesung. Dozentin wird die freiberufliche Märchenerzählerin Sigrid Maute sein.

Rita Lüder, Beauftragte für Jugend und Nachwuchs der deutschen Gesellschaft für Mykologie, stellt die Frage: «Was ist ein Pilz?» Den Abschluss bildet die Veranstaltung «Was und wie forschen wir in unserer Freizeit?» Diese Vorlesung wird von Kindern und Jugendlichen des Schülerforschungszentrums «phaenovom» Lörrach gehalten. Die vier Veranstaltungen sind jeweils mittwochs und finden ab 15 Uhr statt.