Laufenburg

Kinder bauen ein Dorf, in dem sich alle zuhause fühlen

Die Schülerinnen und Schüler stellen Eltern und Lehrern ihr Dorf Seeburg vor. ARI

Die Schülerinnen und Schüler stellen Eltern und Lehrern ihr Dorf Seeburg vor. ARI

13 Schulkinder aus Sulz haben nach ihren Vorstellungen die Miniatur-Gemeinde Seeburg gebaut. Ein Kurgebiet am See und eine alte Burg gehörten ebenso dazu wie ein Bauernhof und ein Wald.

Als kreative Bauherren, ideenreiche Landschaftsgestalter, wissbegierige Heimatkundler und fantasievolle Geschichtenschreiber agierten 13 Mädchen und Jungen der 4. und 5. Klasse an der Schule Sulz. Im Rahmen des «altersdurchmischten Lernens» (AdL), einem Projekt, bei dem altersübergreifend vor allem Fähigkeiten und Kompetenzen der Kinder ausschlaggebend sind, bekamen sie die Aufgabe, ein Dorf ganz nach ihren Vorstellungen dreidimensional auf einer Platte von 1,80 mal 2,20 Metern zu gestalten. Behutsame Anleitung gab dazu Lehrerin Silvia Ganz. Den Vorstellungen ihrer Schützlinge lies sie dabei allen nur erdenklichen Raum.

Fünf Monate intensiver Arbeit

Mit Feuereifer gingen die Kinder zu Schuljahresbeginn ans Werk, staunten, was dazu alles in Erfahrung zu bringen war. Nun, nach fünf Monaten intensiver Arbeit, konnten sie mit viel Stolz ihren zahlreich gekommenen Eltern, Lehrern und Interessenten ihr Dorf vorstellen.

Mit Engagement berichteten die Schülerinnen und Schüler über den Werdegang dieses Projekts. Gemeinsam wurde zu Beginn festgelegt, was unbedingt zu einer Gemeinde dazugehört, in der sich alle zuhause fühlen sollen. Da waren der Ortskern, im Süden ein Kurgebiet am See, ein Hügel im Norden mit einer alten Burg, Einfamilienhaus- sowie Mehrfamilienhauszonen, Gewerbegebiet, Landwirtschaft mit Bauernhof, ein Wald mit striktem Bauverbot. Dabei hatten sie sich mit strengen Auflagen zu den Ausmassen von Gebäuden, Dachgestaltung oder Farbgebung zu befassen, ganz so, wie das auch in der Realität funktioniert. Sie studierten dafür Zonenpläne von Bad Zurzach.

Mit alten Zeitungen, Kleister und Papp-Maché ging es dann los. Sie formten Hügel, Felder, Flüsse, bastelten aus Schachteln, Kartons und Hölzchen Häuser, überlegten, welche Einrichtungen neben Gemeindegebäude, Schule, Volg-Laden und einer Bank noch so alles dazu gehören sollte. Ein farbenfroher Anstrich vollendete das Relief. Name und Wappen mussten natürlich auch noch gefunden werden. Das Rennen machte bei jeder Menge Vorschlägen «Seeburg».

Breites Wissen erworben

In Form eines lustigen Frage- und Antwortspiels zeigten die Kids, was sie dabei gelernt hatte: wie das Zusammenspiel zwischen Kommunen, Kantonen und Land funktioniert, welche Aufgaben die Institutionen haben. Sie haben sich mit der Geschichte von Sulz beschäftigt, Sagen gelesen und sogar eigene zu ihrem Dorf erdacht. Drei davon lasen sie bei der Präsentation vor. Fast spielerisch erwarben sie sich so fachübergreifend ein breites Wissen. Sogar für die selbst zubereiteten Speisen zum Aperó hatten sie sich fantasievolle Namen passend zum Dorf Seeburg ausgedacht.

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