Frick

Keramik trifft Bilder

Die ausstellenden Künstlerinnen (von links) Iris Weiss-Kapeller, Esther Naef, Verena Bischofberger.Bild: Ingrid Arndt

Die ausstellenden Künstlerinnen (von links) Iris Weiss-Kapeller, Esther Naef, Verena Bischofberger.Bild: Ingrid Arndt

Drei Künstlerinnen stellen im Kornhauskeller aus.

Formschöne Gefässkeramik, zerbrechlich wirkendes, zartes Porzellan und farbenfroh fantasievolle Bilder sind derzeit im Kornhauskeller Frick zu bewundern.

Eugen Voronkow führte die vielen Besucher kurz ein in die Biografien der drei Hobbykünstlerinnen aus der Region sowie in deren faszinierende Werke. Claudia Straube umrahmte die Vernissage musikalisch auf ihrer Gitarre.

Die Keramikerin Iris Weiss-Kapeller aus Eiken begeisterte sich schon in jungen Jahren für das Modellieren mit Tonerde, damals noch von Hand. Später formte sie dann mit Leidenschaft auf der Töpferscheibe. Es entstanden Vasen, Schalen, Krüge, Gebrauchskeramik und Geschirr. Doppelwandgefässe in ganz unterschiedlichen Varianten sind ihre ganz besondere Passion. Deren Herstellung ist sehr aufwendig, sie erlernte diese Art des Formens bei Mathies Schwarze in Oeschgen. Beim Arbeiten an der Töpferscheibe ist sie immer wieder begeistert von der Vielfalt der Möglichkeiten. Regelmässig besuchte sie Kurse, schloss ihre Lehre als Töpferin in Zürich ab. «Dem Material eine Form zu geben, ist ein wunderbares Handwerk», unterstreicht sie. Seit einem Jahr hat sie ihre Werkstatt bei einer Freundin in Sisseln.

Gedankenverloren steht der Besucher vor dem herrlichen Bild «Bunte Felder» der Malerin Verena Bischofberger. Vorbei an einer Topfpflanze schaut man auf eine in sich zerfliessende Landschaft in Dunkelrot, vielleicht ein blühendes Mohnfeld, eine bereits untergegangene Sonne taucht die Natur in warmes Gelb, am Horizont eine letzte Ahnung vom Himmelsblau.

Bilder wachsen, bis sie mit Gefühlen übereinstimmen

Die Bilder der Malerin lassen viel Raum, um eigene Gedanken schweifen zu lassen. Ihre abstrakte Malerei, ihre Porträts und Menschengruppen entstehen in Acryl-Mischtechnik. Sie lässt sich inspirieren von Farben, gibt den Gedanken und Vorstellungen freien Lauf, lässt das Bild langsam wachsen, bis es mit ihren Gefühlen übereinstimmt. Sie zeigt lustige Kinder mit Wuschelköpfen, Menschen stehen beieinander und warten – worauf? Verena Bischofberger hat erst spät angefangen mit der Malerei. Sie lebt mit ihrer Familie in Gipf-Oberfrick.

Als Floristin gefallen der Künstlerin Esther Naef aus Frick fröhlich starke Farben. Sie möchte damit gute Laune verbreiten. Schmunzelnd steht der Besucher vor einer putzmunteren Kuh, die auf einem Seil balanciert und fragt sich: He, wie funktioniert das? Auch einer Sau geht es sauwohl, genau wie dem Stier «Gigante». Schon seit ihrer Kindheit, vom Vater angesteckt, interessiert sie sich für alte Autos. Malt Bugatti, Töff und VW Käfer, macht mit Äpfel und Fisch Appetit auf kulinarische Genüsse, Kochrezepte im Bild gibt es gratis dazu.

Ingrid Arndt

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