Mitgliederschwund sorgt in manchen Vereinen für grosse Zukunftsprobleme. Über fehlenden Nachwuchs konnte sich am Sonntagnachmittag zumindest die Fasnachtsgesellschaft Chaischter Haldejoggeli aber definitiv nicht beschweren. Angesichts der über 50 Mini-Haldejoggelis (kleine und grosse Kindergärtler) am Umzug und auf der Bühne, betonte denn auch Narrenvater Marco Zaugg, dass die Zukunft der Dorffasnacht gesichert sei. Sogar extra ein Haldejoggelilied hatten die Mädchen und Buben mit ihren Kindergärtnerinnen einstudiert. Ganz schön bunt setzten sich auch die als Farbstifte verkleideten Zweitklässler in Szene.

Auf die Spitze trieben es dann die Mitglieder der alten Garde. Sie hatten auf ihrem Umzugswagen «Wirtschaft zur Rebluus» sogar eine Weinkönigin dabei. In ihren schrägen Versen zum Geschehen innerhalb und ausserhalb des Dorfes und sogar mit Blick über die Landesgrenzen hinweg nahmen die Altgardisten kein «Reben»-Blatt vor den Mund. So lachten sie über den römischen Kurier, der das Fricktal zwar gefunden hatte, als er aber merkte, dass die Laufenburger mit seinem mitgeführten Münzenschatz die Altstadt sanieren wollen, vergrub er dann das ganze schöne Geld in Ueken unter einem Chriesibaum.

Mini Haldejoggelis in Kaisten

Mit Spott gegenüber der Nachbargemeinde Laufenburg wurde nicht gespart. Viele Verse aber sorgten auch in Kaisten bei den betroffenen Leuten für rote Ohren und noch mehr Lachen im Publikum. So hatte der Elternverein, der als Nuggipiraten gleich ein ganzes Schiff dabei hatten, kein Erbarmen und nahmen diverse Dorfbegebenheiten auf die Schippe. Da hätten die Piraten zum Beispiel gerne von der Schulpflegepräsidentin eine Antwort auf die Frage, warum diese ihre Kinder nicht im Dorf, sondern nach Laufenburg in die Schule schickt. Wenig Verständnis wurde der Tatsache beigemessen, dass die edlen Spenden des Volg für den Kindermaskenball nicht besser sortiert worden waren. Wie sonst ist zu erklären, dass die Kleinen Schnapsschoggi geschenkt bekamen.

Nuggipiraten in Kaisten

Fusion mit Frick?

Steht da die nächste Fusion auf dem Programm? Der Frauenturnverein sieht es als möglich an. Denn in Frick wird ein neues, sehr grosses Gemeindehaus gebaut, dafür wird nach guten Steuernzahlern Ausschau gehalten. Und da beim Kreisel zum Fricker Bahnhof der Gemeindenamen Kaisten schon erwähnt ist, könnte sich der Frauenturnverein gut vorstellen, dass man im nahen Frick auch das Zusammenschliessen mit Kaisten im Sinne hat.

Nebst Umzug und Schnitzelbänken wurde an der Chaischter Strossefasnacht auch musikalisch mit den Prototypen und der Musikgesellschaft einiges geboten.

Samariterverein in Kaisten