Rheinfelden
Keine Luxuswohnungen am Adelberg mit Blick auf historische Altstadt – vorerst

Die Kunde kam diesen Dienstag völlig überraschend: Die Schweizer Investorengruppe um den Rheinfelder Architekten Rudolf Vogel macht einen Rückzieher: Sie verzichtet (vorerst) auf den Bau von Wohnungen «gehobenen Standards» auf badischer Rheinseite.

Peter Rombach
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Das Adelbergareal mit dem Bauloch, wo einst die KWR-Verwaltungszentrale stand, mit Blick vom Stadtmuseum Haus Salmegg
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Das Adelbergareal mit dem Bauloch, wo einst die KWR-Verwaltungszentrale stand, mit Blick vom Stadtmuseum Haus Salmegg

Peter Rombach

Der badische Oberbürgermeister Klaus Eberhardt zeigte sich von der Entwicklung völlig überrascht, Hatte er doch mit einer städtebaulichen Aufwertung gerechnet, um den Bereich zwischen alter Rheinbrücke und Innenstadt neu zu gestalten.

Die Adelberg GmbH hatte jedoch entschieden, die Wohnüberbauung nicht zu realisieren. Rudolf Vogel: «Die Idee der luxuriösen, hochwertigen Wohnung an zentraler Lage zwischen den Schwesterstädten Rheinfelden fand nicht die entsprechende Nachfrage.

Die angespannte Situation zwischen Deutschland und der Schweiz mit dem Euro und die pendenten Steuerfragen, aber auch die steigenden Baupreise und die hohe Auslastung des Baugewerbes, waren dem Projekt nicht förderlich.»

Zukünftige Nutzung wird abgeklärt

Das Gelände werde nun als «temporäre Freifläche» hergerichtet. Die Nutzungsüberlegungen für das alte, denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude gingen weiter.

«Die zukünftige Nutzung des hochwertigen Areals an bester Lage in Rheinfelden ist Gegenstand weiterer Abklärungen. Unser Projekt hatte die architektonischen Qualitäten, den ersten Wettbewerbspreis zu erreichen, aber nicht den nötigen Markterfolg», bedauerte Vogel.

Oberbürgermeister Klaus Eberhard sprach von einem «bedauerlichen Rückschlag». Dies bedeute aber keineswegs eine Aufgabe der Wohnnutzung an dieser Stelle. Die Lage sei weiterhin ein interessanter und hochwertiger zentraler Wohnstandort mit Nähe zum Rhein, zum Bahnhof und zur Innenstadt.

Er will mit der Investorengruppe weitere Gespräche suchen. «Was wir jetzt brauchen, ist ein neues tragfähiges Grundkonzept für diesen interessanten Wohnstandort», so Klaus Eberhardt.

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