Zeiningen

Kaum geöffnet, muss Pizzaexpress «La Bomba» wieder dichtmachen

Deutsche Pizzakuriere können ihre Ware faktisch nur noch zu Bürozeiten in den Aargau liefern.

Deutsche Pizzakuriere können ihre Ware faktisch nur noch zu Bürozeiten in den Aargau liefern.

Der Gemeinderat von Zeiningen toleriert den Pizzaexpress im FC-Gebäude nicht und verfügt die Einstellung des Betriebs. Jetzt laufen Gespräche über die Nutzung des Klubhauses.

Ein Flyer sorgt in Zeiningen für Aufregung. Er warb für einen Pizzaexpress mit dem Namen «La Bomba» in den Räumlichkeiten des FC-Klubhauses. Der Haken an der Sache: Die Gemeinde ist Eigentümerin des Gebäudes und stellt es dem Fussballclub zur Nutzung zur Verfügung.

«Der Gemeinderat war nicht über den Pizzaexpress informiert, er hat erst durch den Flyer Kenntnis davon bekommen», erklärt Gemeindeschreiber Remo Schneider.

An der letzten Gemeinderatssitzung sei der Pizzaexpress deshalb thematisiert worden. Und nicht nur das: Der Gemeinderat verfügte die sofortige Einstellung des Restaurantbetriebs und des Pizzaexpresses und teilte dies dem Fussballclub mit.

«Die Gemeinde stellt dem FC das Gebäude gerne zur Verfügung, aber nicht zu solchen Zwecken», betont Remo Schneider und auch in der Mitteilung des Gemeinderates heisst es: «Einer Nutzung des Klublokals im bisherigen Rahmen steht der Gemeinderat positiv gegenüber.»

FC und Gemeinde in Kontakt

Der neue Präsident des Fussballclubs, Martin Brechbühl, betont, dass derzeit Gespräche zwischen FC und der Gemeinde laufen. «Wir werden einen Vorschlag für eine Nutzungsvereinbarung erarbeiten und dem Gemeinderat vorlegen», so Brechbühl.

Zum geplanten Pizzaexpress sagt er: «Es sind in dieser Sache sicherlich Kommunikationsfehler passiert. Der Gemeinderat war nicht informiert und der Flyer hat Staub aufgewirbelt.»

Er betont aber auch, dass der neue Klubwirt, der «La Bomba» forciert hat, auf der Gemeindeverwaltung vorgesprochen habe. Dieser sei nach dem Gespräch davon ausgegangen, dass er das Okay für den Pizzaexpress habe.

Martin Brechbühl hofft, dass der neue Klubwirt dem Verein trotz des Vetos des Gemeinderates gegen den Pizzaexpress erhalten bleibt. «Es war nicht einfach, einen Wirt zu finden, der den grossen Zeitaufwand auf sich nimmt.»

Das FC-Klubhaus hat während der Saison unter der Woche jeden Abend von 17 Uhr bis nach Trainingsschluss und an den Spieltagen geöffnet. «Diese Öffnungszeiten sind auch kein Problem», betont der FC-Präsident. Das Veto der Gemeinde richte sich gegen den Pizzaexpress und die geplanten Öffnungszeiten in der Sommer- und Winterpause.

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