«Die Bachelorette»
Katapultiert sich Fricktaler Davide mit seinem Geständnis ins Aus?

Während Babak und Josue beim Einzeldate punkten, setzt Davide alles auf eine Karte – ob sie sticht?

Thomas Wehrli
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Montagabend, «Bachelorette»-Time. Für uns Fricktaler heisst das: Davide-Daumen-Drück-Intensiv-Dauerphase. Nach der letzten Folge umso mehr, denn da hat doch Eli im Abspann mit ernster Miene bei der Rosenverteilaktion zum Life-Coach aus Rheinfelden gesagt: «Davide, du hast mir gestern etwas erzählt. Und ich will das eigentlich nicht für mein Leben.»

Das letzte Nüssli blieb uns da bekanntlich fast im Hals stecken. Inzwischen ist es verdaut, das Nüssli, und die Zuversicht wuchs von Stunde zu Stunde, dass es sich nur um einen oberfiesen Cliffhanger von 3+ gehandelt hat, damit wir Fricktaler, eine TV-Weltmacht im Kleinen, ja wieder einschalten. Auf die Nüssli verzichten wir diesmal aber trotzdem. Sicher ist sicher.

Die Frage derweil, was, um Himmels willen, will Eli nicht für ihr Leben, trieb uns in den letzten Tagen um. Das Naheliegende, dass es «Date-Doktor Davide», wie ihn 3+ vorstellte, mit dem Doktorspielen etwas zu wörtlich genommen und zeitweise als Callboy gearbeitet hat, kann es nicht sein. Denn davon erfuhr Eli erst, als sämtliche Folgen abgedreht waren, was ihr gegenüber dem «Blick» ein «Ich bin ein wenig enttäuscht und schockiert» entlockte.

Die Folge 3 in Bildern:

Davide versucht sich als Sänger,
4 Bilder
muntert sich und die anderen Zurückgebliebenen auf,
schockt Eli
und bibbert der Rosenentscheidung entgegen.

Davide versucht sich als Sänger,

3+

Doch alles Grübeln hilft nichts. Wir müssen uns, nolens volens, gut 40 Sende- und endlose Werbeminuten gedulden, bis wir wissen, was der 40-Jährige da Eli gestanden hat. Genügend Zeit also, um uns einmal mit den anderen Rosenkavalieren zu beschäftigen, natürlich nur mit jenen, die Davide aus aktueller Sicht gefährlich werden können.

Babak zum Zweiten

Gut, zugegeben, die Fokussierung auf die anderen liegt auch etwas daran, dass die dritte Folge nicht unbedingt Davides Stern- oder besser: Kussstunde ist. Er bekommt kein Einzeldate, kann nicht mit Eli abheben, nicht mit ihr im Pool in Ekstase versinken, ja, nicht einmal mit ihr einen Affen adoptieren. Es ist zum Lausen!

Während sich Davide zusammen mit acht weiteren Zurückgebliebenen in der Villa die Beine in den Bauch steht, geniessen sieben Auserkorene die Party auf dem Segelschiff. Einer ganz besonders, Josue, der gebürtige Kubaner mit der sexy Stimme (sagen die Frauen). Er gewinnt dank perfektem Füdli-Schwung (das muss ich selber zugeben) das Einzelgespräch mit Eli – und punktet mit seiner Offenheit. Josue hievt sich damit endgültig in den Kreis der Rosen-Favoriten.

Hier ist Babak bereits in der letzten Folge angekommen, bekam er doch ein Einzeldate. Und es kommt für uns Fricktaler noch schlimmer: Eli lädt den gebürtigen Perser auf dem Schiff zum zweiten Einzeldate, weil sie beim letzten Date merkte, «dass etwas in der Luft lag». Ja, wir sahen es auch – Sand wirbelte durch die Luft.

In der Villa versuchen sich die neun Sitzengelassenen derweil in Autosuggestion. «Einfach einmal zur Erinnerung», ruft Davide in die Runde. «Ich habe den ersten Kuss abkassiert.» Richtig, Davide. Nur: Es ist schon etwas her. Zweitens war es zwar ein leidenschaftlicher Siegeskuss, aber eben: doch nur ein Siegeskuss. Und drittens: Ui, ui, ui, Davide! Sei froh, dass du von der Villa aus nicht siehst, was wir Fricktaler da minutenlang erdulden müssen. Babak und Eli. Küssen ist nur das Vorwort. Kuss-Stilnote: 5,5; Kuss-Intensität: 6,0. Es «macht Lust auf mehr», sagt Eli.

Ob sich Babak dieses Mehr gleich abgeholt hat, lässt sich nur erahnen. Beim Frühstück jedenfalls fehlt er und Davide übt sich wieder mal im Gockel-Sein. «Willst du ein paar Eier», sagt er zu Intimfeind Toby, «dann hast du wenigstens mal welche.» Ei, ei, ei, Davide, das ist nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei, wenn du Rosenkavalier werden willst.

Derweil hebt Vasco so richtig ab. Er bekommt seine Chance bei Eli, ein Einzeldate, Helikopterflug inklusive. Der Flugbegleiter katapultiert sich mit Händchenhalten und Einfühlungsvermögen ebenfalls in den Kreis der Topfavoriten. Er suche eine Frau fürs Leben, erzählt er Eli. Die Karte sticht. «Vasco ist definitiv ein Mann, der mir gefährlich werden kann», sagt Eli. «Er ist bodenständig und steht mit beiden Beinen im Leben. So jemand brauche ich.»

Auf den Boden der stimmlichen Realitäten zurückgeholt werden die Zuschauer beim abendlichen Karaoke-Contest. Medium Oliver bringt es auf den Punkt: «Wir waren alle heute Abend sehr schlecht.» Aber so etwas von schlecht! Und, wir geben es zu, auch Platzhirsch Davide patzte gehörig. Sein «Ti Amo» hörte sich eher wie eine Urschreitherapie an.

In das Bild «Der Schrei» von Edvard Munch fühlt sich der Fricktaler Zuschauer in den nächsten Minuten versetzt. Auch er presst die Hände starr vor Angst ans Gesicht und harrt der Dinge, die auf ihn zukommen, mit weit aufgerissenen Augen. Davide nimmt Eli zur Seite – und ... Werbepause! Was tut ihr uns Fricktalern an?

Der Schock

Endlich zurück. Davide, sichtlich nervös, gesteht Eli, dass er verheiratet war und fremdgegangen ist. Was machst Du da, Davide? Ist das nun ehrlich-genial oder wahnsinnig-dumm? Elis Augen sind geschockt. Später in der Sendung erfährt man auch, weshalb: Eli wurde in einer dreijährigen Beziehung selber betrogen.

Das weiss Davide in diesem Moment nicht, spricht von einem «dummen Fehler». Eli dankt ihm für die Ehrlichkeit und wird später sagen: «Ich fand es super, dass er ehrlich war», was uns Fricktaler wieder hoffen lässt. Nur wir wissen ja zu diesem Zeitpunkt: Davide klammerte bei seiner «Ich gestehe»-Aktion ein «winzigkleines» Detail aus: Dass er als Callboy gearbeitet hat. Das ist Fremdgehen 2.0.

Den Schock kaum verdaut, kommt auch schon der nächste: Ausgerechnet Toby bekommt das nächste Date. Das Date hat es in sich: Die beiden werden über Nacht Eltern – eines Affen; sie adoptieren in einer Auffangstation einen Gibbon. Toby, bei dem es schon längst gefunkt hat, erzählt vom «kleinen, gut aussehenden Italiener», der «immer Stress mache». Ui, Davide, nun wird es nochmals heikel. Was sagt Eli zu deinen Gockel-Allüren? Sie nimmt es sportlich, sagt, das gehöre zum Rosen-Kampf dazu. Uff!

Die Frage, ob sich Toby bei seinem Date ebenfalls in den Himmel katapultiert hat, wo bereits Babak, Vasco, Josue und wohl auch Anthony und Nunzio auf einer Wolke sitzen und kräftig «Halleluja, ich bring es» singen, beantwortet Eli gleich selber: Das Date sei zwar gut gewesen, aber Toby habe sich zu wenig geöffnet. Man kann sagen: Er bleibt zwischen Himmel und Erde stecken.

Himmel oder Hölle heisst es bei der Rosenverteilaktion nun auch für Davide. Eli ruft ihn als Dritten hervor. Er bibbert – wir mit ihm. Dann der Satz, der uns seit einer Woche nicht mehr loslässt: «Ich will das nicht für mein Leben.» Davides Gesicht ist starr. Er habe sie in eine Zwickmühle gebracht, sagt Eli, denn sie befürchte, dass es ihm wieder passieren könne. Hat Davide also zu hoch gepokert? NEIN, schon wieder Werbeunterbrechung. Die 3+-Macher sind definitiv keine Fricktaler!

Nach endlosen Werbesekunden die Erlösung: Er sei gestern so ehrlich gewesen, sagt Eli, dass er eine Chance verdiene. Es ist nicht ein Stein, der da von Davides Herzen poltert, sondern ein ganzer Berg. Ob Davide den Bergpreis, ein Einzeldate, in der nächsten Folge holt? On verra.

Die ganze Sendung unter www.3plus.tv/bachelorette

Nach der dritten Nacht der Rose: Wer ist noch dabei – wer bereits rausgeflogen?

John (39) Eli fand den deutschen Familienvater zwar äusserlich sehr attraktiv, gefunkt hats zwischen ihnen trotzdem nicht.
22 Bilder
Sandro (29) Der St. Galler glaubte mit seinem Ostschweizer Charme Eli bezirzen zu können. Sie fand hingegen, dass die Chemie nicht stimmt.
Giuseppe (23) Der junge Italiener aus Zürich hat nach Meinung der Bachelorette zu wenig gekämpft. Auf eine Rose wartet er vergeblich.
Noël (33) Filmfreak Noël konnte die Bachelorette nicht überzeugen. Nach der zweiten Nacht der Rosen muss er Thailand verlassen.
Matthias (29) Der Aargauer Sportschütze traf bei der Bachelorette alles andere als ins Herz: «Bei mir hats nicht gefunkt», teilte Eli ihm an der ersten Nacht der Rosen mit.
Remo (29) Der Grünflächenspezialist konnte die Bachelorette nicht überzeugen. Bereits nach der ersten Nacht der Rosen heisst es für den Stimmungsmacher Abschied nehmen.
Adrian (37) Auch der Zuger konnte nicht mit seiner positiven Ausstrahlung punkten. Er ist der dritte, der bereits nach der ersten Entscheidung wieder den Flieger nach Hause nehmen muss.
Die neue Bachelorette Eli Simic posiert mit ihren 21 Singlemännern.
Davide, 40, ist Wirtschaftsinformatiker und stammt aus dem Kanton Aargau. Der charmante Davide aus dem Kanton Aargau ist sich seiner Wirkung auf Frauen sehr bewusst. Der Wirtschaftsinformatiker hat sich als Life- und Lovecoach ein zweites Standbein aufgebaut. Er berät andere Männer und zeigt ihnen, wie sie selbstbewusst auf Frauen zugehen können. Wenn es aber um die Bachelorette geht, wird er seine Tipps wohl für sich behalten, um im Handumdrehen das Herz der begehrtesten Junggesellin zu erobern.
Daryl, 32, ist von Beruf Production Controller und kommt aus dem Kanton Zürich. Daryl hat spanische und italienische Wurzeln, die insbesondere beim Thema Liebe zum Vorschein kommen. Der 32-jährige ist ein echter Romantiker und lässt sich immer wieder kreative Liebesbeweise einfallen. Seine Geheimwaffe ist allerdings seine Aufmerksamkeit. Gerne beobachtet der Winterthurer sein Objekt der Begierde aus der Ferne, bevor er sich einen Plan überlegt und zum Romantik-Angriff übergeht. Ob diese Taktik auch bei der Bachelorette funktionieren wird?
Lukas, 26, ist Chemielaborant und im Kanton St. Gallen wohnhaft. Aus beruflichen Gründen ist Lukas vor einigen Jahren von Deutschland in die Schweiz gezogen. Doch seine grosse Liebe konnte der Chemielaborant hierzulande leider noch nicht finden. Der 26-Jährige lebt strikt vegan und würde sich freuen, wenn seine Freundin diese Werte teilen würde. Wenn er sich so richtig verliebt, möchte er seine Traumfrau stets um sich haben und sie in all seine Lebensbereiche integrieren. Wird die Bachelorette bei dem Veganer anbeissen?
Olivier, 38, ist Energietherapeut und im Kanton Bern wohnhaft. Neben seinem Beruf als Unternehmer im Marketing- und Kulturbereich arbeitet Olivier auch als Energietherapeut (Medium/Heiler/Mentalist) und bringt so physisch und psychisch kranke Menschen und Tiere wieder auf den Weg der Gesundheit. Seine Traumfrau muss nicht unbedingt spirituell sein, dennoch erhofft er sich ein gewisses Verständnis für seine Berufung. Wird es zwischen dem charmanten Energietherapeuten und der Bachelorette funken?
Babak, 29, ist Fashionberater und kommt aus Köln (D). In Sachen Liebe würde sich der 29-jährige Babak nicht als Glückspilz bezeichnen. Der extrovertierte Deutsche hat seine grosse Liebe bisher noch nicht gefunden. Er ist aber davon überzeugt, dass es jetzt in Thailand mit der Bachelorette klappen wird. Kann der Kölner die begehrteste Junggesellin der Schweiz mit seiner lockeren und humorvollen Art überzeugen?
Antony, 26, ist Fitnesscoach und stammt aus dem Kanton Zürich. Wer Antony kennenlernt, wird ihn nicht so schnell wieder vergessen. Der 26-Jährige besticht durch sein extravagantes Styling und seine betörend grünen Augen. Der attraktive Zürcher braucht nicht viele Worte um bei den Frauen gut anzukommen. Aber wird er auch die Bachelorette mit seinem Augenaufschlag bezirzen können?
Nunzio, 34, ist Servicetechniker und kommt aus dem Kanton Baselland. Nunzio steht mit beiden Beinen fest im Leben. Als er mit 21 Jahren zum ersten Mal Vater wurde, musste er lernen, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen. Seine beiden Kinder sind ihm das Allerwichtigste. Der einfühlsame Familienmensch glaubt noch immer an die grosse Liebe und ist durchaus bereit, dafür Einiges zu tun. Wird er am Schluss die letzte Rose erhalten und an der Seite der Bachelorette in die Schweiz zurückkehren?
Josue, 25, ist Personal Trainer und kommt aus dem Kanton Zürich. Die grosse Leidenschaft des körperbewussten Josue ist das Tanzen. Der gebürtige Kubaner hat Rhythmus im Blut und versetzt mit seinem Hüftschwung jede Frau in Ekstase. Ein weiteres Merkmal ist seine betörend tiefe Stimme, der kann man nur schwer widerstehen. Nach eigenen Angaben verliebt er sich jedoch nicht so schnell wie andere, was der extrovertierte Zürcher sehr bedauert. Doch er wäre nicht der Erste, dem es beim Anblick der Bachelorette den Atem verschlägt.
Ferhat, 29, ist Detailhandelsangestellter und kommt wie die Bachelorette aus dem Kanton St. Gallen. Ferhat ist nach eigenen Aussagen «keiner von der Stange». Mit seinen Tattoos und seiner Statur fällt er garantiert auf und sieht darin seine Chance im Kampf um die Bachelorette. Der 29-jährige Vater einer Tochter hat türkische Wurzeln und zeigt grosses Interesse an verschiedenen Kulturen. Wird er das Herz der Bachelorette erobern?
Marsel, 31, ist Elektroinstallateur und kommt aus dem Kanton Zürich. Der 31-jährige Marsel kommt ursprünglich aus St. Gallen. Trotz seines durchtrainierten Körpers steht er gar nicht gerne im Mittelpunkt. Marsel bezeichnet sich selbst als eher schüchtern und würde niemals eine Frau von sich aus ansprechen. Im Kampf um die Bachelorette muss der Zürcher allerdings allen Mut zusammennehmen und der Traumfrau zeigen, was er draufhat. Aber kann er tatsächlich über den Schatten springen?
Vasco, 28, ist ebenfalls aus dem Kanton Zürich. Mit seinem südländischen Charme erobert Vasco die Frauenherzen im Sturm. Der attraktive Flugbegleiter mit portugiesischen Wurzeln ist stets auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Der vielfältige Familienmensch pflegt viele Hobbies, unter anderem auch das Malen. Ob er sich bereits eine traumhafte Zukunft mit der Bachelorette ausmalen darf?
Tobias, 32, kommt aus dem Kanton Luzern. Wenn Tobias fremden Leuten von seinem Beruf erzählt, erntet er meist ungläubige Blicke. Der 32-Jährige ist nämlich Dealer – ein Briefmarkendealer. Tobias geht gerne auf Reisen und ist ein sehr abenteuerlustiger Typ, der für jeden Spass zu haben ist. Er möchte die Bachelorette mit seiner lockeren und herzlichen Art überzeugen. Aber wird er ihr auch wirklich seine Briefmarkensammlung zeigen dürfen?
Silvan, 21, wohnt im Kanton Nidwalden. Der 21-jährige Silvan möchte der Schweiz beweisen, dass aus seiner Heimat, dem Kanton Nidwalden, äusserst coole Leute kommen. Er ist ein richtiger Naturbursche, der seine Freizeit gerne an der frischen Luft verbringt. Zu seinen Hobbies gehören das Motocross-Fahren und das Jagen. Nun macht sich der sympathische Innerschweizer auf die Jagd nach seiner Traumfrau. Aber wird er seinem Kanton alle Ehre machen und die Bachelorette erobern?
Daniel, 27, ist Dachdecker und kommt aus dem Kanton Bern. Der 27-jährige Daniel hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Mit seinem lockeren und spontanen Wesen steckt der Berner sein gesamtes Umfeld mit seiner guten Laune an. Diese aufgestellte Art ist auch beim Flirten sein Ass im Ärmel. Wird er bei der Bachelorette einen Stich landen?

John (39) Eli fand den deutschen Familienvater zwar äusserlich sehr attraktiv, gefunkt hats zwischen ihnen trotzdem nicht.

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