Am Mittwoch empfing die Rheinfelder Stadträtin Bea Bieber im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats eine zehnköpfige Delegation aus dem fernen Kasachstan. Die Gruppe aus dem zentralasiatischen Land hielt sich zwei Tage in Rheinfelden auf. Bei den Delegationsteilnehmern handelte es sich um Wirtschaftswissenschaftler, Juristen und Soziologen von der Universität in der kasachischen Hauptstadt Astana. Hauptzweck ihrer Reise in die Schweiz war die Teilnahme an einer Konferenz an der Hochschule Luzern, die heute und morgen stattfindet. Thema der Zusammenkunft: Innovation in der kasachischen Wirtschaft.

Marktgasse statt Marktplatz

Aber bevor es nach Luzern ging, sammelten die Gäste gestern Eindrücke in Rheinfelden. Bea Bieber empfing sie im Hof des Rathauses. Sie erklärte ihnen die Funktionsweise des Stadtbüros und schilderte ihnen, wie es zum Wiederaufbau des Rathauses im Mittelalter dank Sponsoring kam.

Die Stadträtin teilte ihren interessierten Zuhörer weiter mit, dass Rheinfelden eine Zähringerstadt sei und diese ein gemeinsames Merkmal hätten: Eine Markgasse statt eines zentralen Marktplatzes.

Erfreut zeigten sich die Besucher, dass das Rathaus kein Gefängnis mehr beherbergt. Sie stellten Fragen nach der Bedeutung der Stadtwappen und der Arbeitsweise der Verwaltung.

Bea Bieber führte die Gruppe auch auf die am Rheinufer gelegene Terrasse und erklärte ihnen, dass die Gemeinde diesen Platz gerne für Apéros und Empfänge benutze. Auch für die Kasachen gab es schliesslich einen Apéro im Rathaussaal. An Nachmittag stand für sie der Besuch der Feldschlösschen-Brauerei auf dem Programm.

Dolmetscher Michael Derrer

Als Dolmetscher fungierte der in Rheinfelden wohnende und an der Hochschule Luzern als Dozent für Wirtschaft und Recht arbeitende Michael Derrer.

Die Kosten für Reise und Unterkunft wurden zum Teil vom Bund übernommen. Ziel ist es, die kasachisch-schweizerische Zusammenarbeit auszubauen und zu vertiefen, gerade auf wissenschaftlichem Gebiet.