Frick
Karibische Rhythmen und ausgelassene Stimmung mit «La Casa Bancale»

Musikanten aus aller Welt zu Gast im Meck in Frick – das ist das Ziel der Organisatoren der Kleinkunstbühne mit der seit drei Jahren sehr beliebten Veranstaltungsreihe «Mundial». Zum Saisonstart trat «La Casa Bancale» auf.

Ingrid Arndt
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«La Casa Bancale» heizten dem Publikum im Meck in Frick ein.

«La Casa Bancale» heizten dem Publikum im Meck in Frick ein.

Ingrid Arndt

Zur Eröffnung der diesjährigen Saison spielte die französische Band «La Casa Bancale» mit Youssef Essawabi (Posaune, Gesang), Luc Lagier (Trompete, Gesang) Antoine Tiburce (Keyboard), Jean-Baptiste Mayer-Bisch (Gitarre, Gesang), Etienne Caugant (Bass) und Edouard Feuvrier (Drum, Gesang) keck und witzig auf.

Alle sechs sind in Nancy zu Hause – vor 13 Jahren gründeten sie dort ihre Formation. Doch ihre Wurzeln liegen auch in Marokko und in Martinique, klar, dass ihnen das musikalische Feuer da einfach im Blute liegt. Ihre Stücke texten und komponieren sie selbst in unterschiedlichen Stilrichtungen wie Pop, Rock, Hip-Hop, Folk, Reggae, Klezmer oder Chanson. Neben der Leidenschaft für Musik spielen sie auch als Schauspieler am Theater und unterrichten an Schulen.

Stimmung aus den Städten

Mit ihrer ganz speziellen Musik wollen sie die Stimmungen einfacher Menschen in Städten aufnehmen, die an unterschiedlichen Orten, ob direkt am Hafen, auf Plätzen oder leicht verruchten Kneipen, kräftig feiern und den Alltag so ein wenig hinter sich lassen. Dort kann es dann schon auch mal etwas unkonventionell zugehen - wie in einem schiefen Haus: La Casa Bancale.

Das Konzert im Meck widmeten die Künstler vor allem modernen, heissen karibischen Rhythmen, bestens geeignet zum Tanzen, ob allein oder zu zweit. Temperamentvoll frisch ihre Songs, mitreissend ihre eigene Lust am Musizieren. Traditionelle jamaikanische Gesänge, moderner schneller Ska, akzentuiert, oft improvisiert und dennoch harmonisch – da hielt es das Publikum nicht auf den Plätzen. Fröhlich zogen die Musikanten mit Posaune und Trompete direkt unter das Tanzvolk, mischten das Publikum zusätzlich auf, zeigten, wie die Party noch ausgelassener sein kann.

Pfiffig, urkomisch und gestenreich unterstrichen sie die Inhalte ihrer Lieder, erzählen von Liebe, nicht immer geglückten zwischenmenschlichen Beziehungen, von Pech und Pannen, hatten aber auch einen kritischen Blick auf soziale Belange. Sie boten herrliche Soli, heizten die fabelhafte Stimmung mit jedem Song noch mehr an. Grossartig die gelungene Mischung ihrer ganz verschiedenartigen Stile, energiegeladen der Gesang. Gute Laune hiess an diesen Abend das Programm. (ari)

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