Wären die ursprünglichen zeitlichen Prognosen eingetroffen, wäre die K 130 in Laufenburg – die Basler- und Winterthurerstrasse – bereits fertig saniert. Denn als die Laufenburger Stimmberechtigten 2007 und 2009 zwei Kredite genehmigten, ging man von einem Baustart im Jahr 2013 aus. Einsprachen, Einwendungen und Gerichtsverfahren verzögerten den Start aber immer wieder (die AZ berichtete).

Erfolgt übers Wochenende nicht ein grösserer Wintereinbruch, geht es am kommenden Montag nun aber wirklich los, wie Andreas Drohomirecki, Projektleiter der kantonalen Abteilung Tiefbau sagt. Die Stadt ist froh über den bevorstehenden Baustart. Es werde nun ein weiterer Meilenstein erreicht und die lang erwartete Realisierungsphase eingeläutet, sagte Stadtschreiber Marco Waser.

Die Bauarbeiten beginnen gleich an zwei Orten. Einerseits auf dem Burgmattparkplatz, wo Werkleitungen saniert werden, und andererseits beim Werkhof der Gemeinde nahe der Abzweigung in Richtung Stadthalle. Von dort ausgehend wandert die Baustelle auf der Kantonsstrasse in den kommenden gut zwanzig Monaten westwärts bis zum Ortsausausgang.

Verkehrsdienst im Einsatz

Gebaut wird gemäss Drohomirecki auf den rund 200 Meter langen Abschnitten jeweils nur auf einer Strassenseite. Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Lichtsignalanlage. «Im Weiteren ist vorgesehen, den Verkehr in den Stosszeiten durch einen Verkehrsdienst zu regeln», so Drohomirecki. Sollte eine verschärfte Stausituation eintreten, könne die Präsenzzeit angepasst werden.

Dass es zu Staus komme, sei wohl unausweichlich, sagt Waser. Die Stadt erwarte deshalb «eine speditive Bewältigung der Tiefbauarbeiten gemäss definiertem Zeitplan». Für die Bevölkerung der ganzen Region sei es wichtig, dass die Bauzeit möglichst kurz gehalten werde. Der von Waser erwähnte Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten bis Oktober 2020 dauern. «Der Deckbelag kann dann im Sommer 2021 eingebaut werden», so Drohomirecki. Man werde alles daransetzen, «die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken».

Mehrzweckstreifen und Lichtsignal

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird sich die Verkehrssituation im Laufenburger Innerortsbereich neu präsentieren. Bei der Abzweigung Richtung Kaisten und Frick wird eine Lichtsignalanlage installiert. Zudem erhält die Kantonsstrasse von dieser Kreuzung bis etwa zum Schulhaus Burgmatt einen Mehrzweckstreifen. «Dies vereinfacht das Abbiegen», so Drohomirecki. Weiter gibt es künftig nur noch eine rechtwinklige Einmündung von der Altstadt auf die Kantonsstrasse. Beim Schwertlisturm, wo zur Vorbereitung der Bauarbeiten bereits eine alte Liegenschaft abgerissen wurde, entsteht eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, «sodass der Turm künftig viel besser zur Geltung kommt», wie der Projektleiter sagt.

Die Gesamtkosten für den Ausbau mit Fussgängerschutzmassnahmen und die Belagsanierung belaufen sich auf gut 6,8 Millionen Franken. Der Gemeindeanteil beläuft sich auf rund drei Millionen. Hinzukommen für die Stadt die Kosten für die Werkleitungssanierung.