Wallbach
Kämpfen für das Klubhaus: Der FC Wallbach glaubt an eine zweite Chance

Die Fussballer von Wallbach wünschen sich ein Klubhaus mit Beiz, Garderoben und Duschen. Beim Gemeinderat stossen sie damit aber auf taube Ohren. Doch der FC gibt seinen Traum nicht einfach auf und kämpft weiter.

Nadine Böni
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Allfons Kaufmann vom FC Wallbach möchte weiter für ein Klubhaus auf dem Buhnacker kämpfen.

Allfons Kaufmann vom FC Wallbach möchte weiter für ein Klubhaus auf dem Buhnacker kämpfen.

Nadine Böni

Anfangs war da die Enttäuschung, sicher. Aber dann: Kampfgeist. «Wir möchten das Projekt nicht begraben», sagt Alfons Kaufmann. Er ist Mitglied der Sportplatz-Kommission beim FC Wallbach. Ein Jahr ist es her, seit die Kommission ein ehrgeiziges Projekt angestossen hat.

Ein Klubhaus inklusive Beiz, Garderoben und Duschen auf dem Sportplatz Buhnacker sollte es werden. Mit der Idee gelangte der Verein an den Gemeinderat. Die Gemeinde sollte sich finanziell am Bau beteiligen.

Es bleibt beim Konjunktiv, denn vergangene Woche folgte die Ernüchterung. «Der Gemeinderat hat entschieden, dieses Projekt abzulehnen», gab die Behörde an der Einwohnergemeindeversammlung bekannt und nannte drei Gründe für den Entscheid: Die momentane Finanzlage Wallbachs, die Priorisierung kommender Projekte sowie die bestehende Infrastruktur im Schulhaus, die der FC nutzen darf.

«Klar waren wir im ersten Moment enttäuscht. Aber ich kann diesen Entscheid verstehen», sagt Kaufmann. «Es wäre falsch, in unserer Situation Vorwürfe gegen die Gemeinde zu richten.» Er lobt explizit die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat während der Abklärungen. «Wir wollen dieses gute Verhältnis nicht mit Forderungen kaputtmachen», so Kaufmann.

Gleichzeitig möchte der FC Wallbach seinen Traum vom Klubhaus auf dem Buhnacker aber noch nicht aufgeben. Die sechsköpfige Sportplatz-Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, bis zur VereinsGeneralversammlung im August einige Fragen zu klären.

Vereinsmitglieder entscheiden

Unter anderem sind das die Fragen: Wie kann der Club seinen Anteil am Projekt (über 800 000 Franken) stemmen? Gibt es eine Möglichkeit, das Bauprojekt zu reduzieren, ohne an Nachhaltigkeit einzubüssen? An der GV sollen die Vereinsmitglieder entscheiden, ob die Idee weiter verfolgt wird.

Kaufmann ist guter Dinge. Und er sieht gar einen Vorteil darin, dass es im ersten Anlauf nicht geklappt hat: «Hätte der Gemeinderat Ja zum Projekt gesagt, wären wir in die Bredouille gekommen, unseren finanziellen Beitrag zu leisten. Jetzt haben wir die Möglichkeit zu beweisen, dass wir das können.»