Frick
Kampf gegen Giftköder: «Kaffeesatz im Garten hält die Hunde fern»

Immer wieder kommt es zu Fällen von Giftködern im Fricktal. Vierbeiner lassen sich mit einem ganz einfachen Mittel von fremden Grundstücken vertreiben: Kaffeesatz im eigenen Garten verstreuen. Das soll die Hunde fernhalten.

Walter Christen
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Eine Anwohnerin an einem stark begangenen Hunde-Spazierweg in Frick hat herausgefunden, dass sich die Vierbeiner von ihrem Garten fernhalten, wenn sie Kaffeesatz gestreut hat. chr

Eine Anwohnerin an einem stark begangenen Hunde-Spazierweg in Frick hat herausgefunden, dass sich die Vierbeiner von ihrem Garten fernhalten, wenn sie Kaffeesatz gestreut hat. chr

«In der Aargauer Zeitung habe ich von vermeintlichen Giftködern in Wittnau und in Frick gelesen. Man sieht auch bei uns ab und zu solche verdächtigen Sachen am Strassenrand liegen. Ich wohne in einem Einfamilienhaus mit Garten in einem Fricker Quartier, in dem viele Leute einen Hund halten», meldete sich eine az-Leserin bei der Aargauer Zeitung.

«Es gehört sich überhaupt nicht, ein Tier zu vergiften. Das ist eine verwerfliche Tat, ganz klar. Aber man muss auch einmal die andere Seite hören: Hunde können nämlich zu einer Plage werden, wenn Herrchen oder Frauchen ihre Tiere nicht im Griff haben und vor allem dann, wenn die Vierbeiner nicht an der Leine geführt werden und zum Versäubern fremde Gärten aufsuchen. Das geschieht hier andauernd – das ist eine riesige Sauerei», fuhr die Frickerin mit ihren Schilderungen fort.

Spuren im Schnee verfolgt, aber . . .

«Um mein Haus hat es Rasen. Ständig muss ich die Hinterlassenschaft von Hunden einsammeln. Wenn man die Leute darauf anspricht, heisst es immer: ‹Ich habe Säcklein dabei und lese alles auf. Von meinem Hund stammt das ganz sicher nicht›. Im Winter hat man ja im Schnee die Spuren ganz gut gesehen. Da bin ich einige Male Pfotenabdrücken von einem Hundehaufen in meinem Garten gefolgt. Leider haben sich die Spuren aber auf der Strasse mit vielen anderen vermischt und konnten nicht weiter verfolgt werden», so die Quartierbewohnerin. «Das Problem besteht schon seit Jahren und Jahrzehnten, es ist beileibe nicht neu.»

Sie habe schon verschiedene Sachen ausprobiert, um Hunde von ihrem Grundstück fernzuhalten: Gitter im Rasen hätten nichts genützt, Pfeffer streuen sei nur bei schönem Wetter wirksam, wenn das Gras nicht feucht oder nass sei.

Der entscheidende Tipp: Kaffeesatz

«Es gibt unter den Hundebesitzerinnen und -besitzern im Quartier auch solche, die sich vorbildlich verhalten. Ärger bereiten halt einfach jene, die sich überhaupt nicht darum kümmern, wo ihr Hund beim Spazierengehen herumrennt. Nun habe ich von jemandem einen Tipp erhalten: Kaffeesatz im Garten hält Hunde fern. Es wirkt tatsächlich – das mögen die Tiere anscheinend nicht. Seitdem hat es auf jeden Fall gebessert. Nur muss man halt immer genügend Kaffeesatz streuen, damit es wirkt», verriet die Quartierbewohnerin.

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