Fricktal

Kampf gegen den hungrigen Schädling: Der Buchsbaumzünsler ist wieder da

Die ersten Raupen des Buchsbaumzünslers werden aktiv. keystone

Die ersten Raupen des Buchsbaumzünslers werden aktiv. keystone

Der Buchsbaumzünsler lauert in der wärmeren Jahreszeit wieder auf und kann einem die Freude am Garten verderben. Den stärksten Befall wird in etwa zwei Wochen erwartet.

Der Winter hat uns dieses Jahr lange auf die Folter gespannt. Nun zeigen sich endlich die ersten Sonnenstrahlen und die Temperaturen steigen.

Die Freude über den Frühling weckt bei vielen die Lust auf einen gepflegten Garten. Der hungrige Buchsbaumzünsler kann einem diese Freude jedoch schnell verderben.

Ursprünglich stammt der Zünsler aus dem asiatischen Raum.

2007 tauchte er erstmals in der Schweiz auf. Obwohl dies nicht gänzlich geklärt ist, vermutet man, dass er durch den weltweiten Transport von Asien nach Europa gelangte. Durch seine schnelle Verbreitung sind nicht nur öffentliche Anlagen, sondern auch Privatgärten in Gefahr.

Als Larve überwintern die Buchsbaumzünsler in einem Gespinst zwischen den Blättern und in Ritzen des Buchsbaums. Etwa ab Mitte März, nach den ersten warmen Tagen des Jahres, beenden die Zünsler-Raupen ihre Winterruhe und beginnen zu fressen. Gierig nagen sie an Blättern und Rinde des Buchs und können Buchspflanzen schwächen oder sogar ganz zum Absterben bringen.

Die ersten Raupen sind da

Auch die Stöckli Gartenbau AG in Frick kennt dieses Problem. «Vorgestern haben wir bei uns die erste Buchsbaumzünslerraupe entdeckt. Normalerweise würde ich empfehlen schon etwa Mitte März das erste Mal zu kontrollieren, ob die Buchsbäume von Raupen befallen sind. Da der Winter dieses Jahr aber sehr lange gedauert hat, erwarten wir den stärksten Befall erst in etwa ein bis zwei Wochen», weiss Gärtnerin Christine Gasser.

Die Raupen würden vor allem im unteren Drittel des Buchsbaums an den Blättern und an der Rinde fressen. Man müsse sehr genau hinsehen, da ein ungeschultes Auge die Raupe erst ab einer Grösse von zwei Zentimetern erkennen könne. «Sobald man eine Raupe entdeckt, sollte man den Buchsbaum mit einem geeigneten Pflanzenmittel einsprühen» so Christine Gasser.

Nicht auf den Kompost

Empfehle könne sie biologische Pflanzenmittel, wie das «SanoPlant» Spritzmittel und das «Delphin». Zwar nicht biologisch, aber trotzdem zu empfehlen, sei das Produkt «Kendo». «Man sollte das Mittel vom Monat April bis Oktober etwa drei bis vier Mal auf die befallenen Buchsbäume spritzen. Da das Mittel für Bienen giftig ist, ist es am besten, man sprüht das Spray am frühen Morgen auf die Buchsbäume, solange die Bienen noch in ihrem Kasten sind», führt Christine Gasser aus. «Wichtig ist auch, dass in einem Quartier alle bei der Bekämpfung helfen und sich absprechen», ergänzt René Leuenberger von der Gärtnerei Leuenberger AG in Laufenburg. «Wenn nur einer ausschert und den Buchsbaumzünsler nicht bekämpft, ist alle Mühe umsonst.»

Und noch einen weiteren wichtigen Punkt betont Leuenberger: «Wenn man die Raupen abliest, oder den befallenen Buchs entsorgen will, darf man dies auf keinen Fall im Kompost oder in der Grünsammelstelle tun.» Dort könnte sich der Buchsbaumzünsler weiterverbreiten. Einzige Möglichkeit sei das Entsorgen und Verbrennen mit dem Hauskehricht.

Wer seine Buchsbäume also schützen möchte, sollte diese Ratschläge befolgen, denn natürliche Feinde hat der Schädling in Europa noch keine.

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