Sulz
Kaisten will keine Zusammenarbeit mit dem Laufenburger Forst

Erstmals tagte die Ortsbürger-Gemeindeversammlung Laufenburg in der Sulzer KulturWerk-Stadt. Stadtammann Rudolf Lüscher konnte von den insgesamt 580 Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern deren 50 willkommen heissen.

Dieter Deiss
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Erstmals tagte die Laufenburger Ortsbürgergemeinde in der KulturWerkstadt-Stadt Sulz. Stehend Stadtammann Ludolf Lüscher neben Gemeindeschreiber Walter Marbot.

Erstmals tagte die Laufenburger Ortsbürgergemeinde in der KulturWerkstadt-Stadt Sulz. Stehend Stadtammann Ludolf Lüscher neben Gemeindeschreiber Walter Marbot.

Zur Verfügung gestellt

Rasch abgewickelt waren die geschäftlichen Traktanden. Genehmigt wurden die Forstrechnung mit einem Aufwandüberschuss von rund 5‘300 Franken und die Rechnung der Ortsbürgergemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 5‘900 Franken. Das Eigenkapital der Ortsbürgergemeinde beträgt 9,6 Millionen Franken. Darin eingeschlossen ist die Forstreserve von 844‘000 Franken. Diskussionslos genehmigt wurde ein Verpflichtungskredit von 57‘000 Franken für die Sanierung des Daches im alten Zeughaus.

Kaisten gegen Zusammenarbeit Laufenburg

Vizeammann Herbert Weiss orientierte über gescheiterte Verhandlungen betreffend ein Zusammengehen der Forstbetriebe Kaisten und Laufenburg. Nachdem der Kaister Förster demnächst pensioniert wird, suchte der Gemeinderat Kaisten das Gespräch mit dem Laufenburger Gemeinderat. Man dachte an eine enge Zusammenarbeit. Grundsätzlich habe man sich gefunden, führte Weiss aus. Man habe gute und konstruktive Gespräche geführt und sei zuversichtlich gewesen, inskünftig mit den Kaistern zusammenarbeiten zu dürfen.

Auch der Kreisförster habe sich ganz klar für eine Zusammenführung der beiden Forstbetriebe ausgesprochen. Aus für den Laufenburger Gemeinderat nicht nachvollziehbaren Gründen habe sich dann aber der Kaister Gemeinderat gegen eine Zusammenarbeit ausgesprochen. Die Türen in Laufenburg bleiben für die Kaister trotzdem offen, wurde vom Ratstisch aus betont. Gegenüber der AZ meinte Herbert Weiss, dass ein Zusammengehen für beide Forstbetriebe in jeder Beziehung, nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht, optimal gewesen wäre. Das Nein von Kaisten sei äusserst bedauerlich.

Ein Wärmeverbund für die Altstadt

Richard Obrist orientierte über eine im Entstehen begriffene Interessengemeinschaft Nahwärmeverbund in der Altstadt. Im Rahmen der laufenden Sanierung der Werkleitungen in der Altstadt wurden in die aufgerissenen Gräben gleich auch Rohre für einen späteren Wärmeverbund eingelegt. Das Spezielle daran ist, dass diese Arbeiten von Freiwilligen ausgeführt und finanziert werden.

Die Interessengemeinschaft besteht aus ungefähr 25 Leuten. Um auch rechtlich handlungsfähig zu werden, wird man sich in nächster Zeit zu einem Verein zusammenschliessen. Im Moment gib es noch keine konkreten Pläne dazu, wie dieser Wärmeverbund dereinst aussehen soll. Man nutzte jetzt vorerst die einmalige Gelegenheit der offenen Gräben in der Altstadt, um hier kostengünstig Leitungen zu verlegen.

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