Gemeindeversammlung

Kaiseraugst entscheidet über Millionenkredite: Entspannte Lage trotz mehrerer Investitionen

Mehrere grosse Investitionskredite stehen auf der Traktandenliste. (Symbolbild)

Mehrere grosse Investitionskredite stehen auf der Traktandenliste. (Symbolbild)

Der Neubau eines Kindergartens im Gebiet Wurmisweg-West bildet das grösste zu realisierende Projekt. Zudem werden an der Gemeindeversammlung die Sanierung des Gemeindehauses sowie der Bau einer Wärmepunke für das Schulhaus und die Turnhalle Liebrüti besprochen.

Die Gemeindeversammlung vom 19. August wird speziell. Dies, weil sie unter Coronaauflagen stattfinden wird – aber auch, weil auf der Traktandenliste gleich mehrere grössere Investitionskredite stehen. Gesamthaft beantragt der Gemeinderat Kredite in der Höhe von über 3,5 Millionen Franken. Grösster Brocken ist dabei der Neubau eines Kindergartens im Gebiet Wurmisweg-West. Geplant ist ein Doppelkindergarten samt Photovoltaikanlage. Die Kosten dafür werden in der Botschaft zur Versammlung mit insgesamt gut 1,8 Millionen Franken beziffert.

Hintergrund ist die im Gebiet angedachte Grossüberbauung mit rund 300 Wohnungen. Der entsprechende Gestaltungsplan liegt derzeit zur Genehmigung beim Kanton. Der Gemeinderat rechnet durch die Überbauung mit einer «deutlichen Zunahme von Anwohnern im Quartier», wie es in der Botschaft heisst. «Diese Tatsache und die optimale Lage im Quartier in Verbindung mit der bereits bestehenden beengten Raumsituation bei den übrigen Kindergärten begründet die Notwendigkeit des Doppelkindergartens. Die Grundeigentümerin, die Ernst Frey AG, beteiligt sich als Konsortialpartner mit maximal 1,2 Millionen Franken am Bau.

Die Inbetriebnahme des Kindergartens ist auf das Schuljahr 2021/22 geplant. Mit der zusätzlichen Kapazität werde es bis zur vollständigen Auslastung möglich sein, bestehende Kindergärten im Dorf zu sanieren, heisst es in der Botschaft.

91 Millionen Franken Vermögen

Daneben stehen auf der Traktandenliste auch Investitionskredite für die Sanierung des Gemeindehauses (knapp 980'000 Franken) sowie den Bau einer Wärmepumpe für das Schulhaus und die Turnhalle Liebrüti (750'000 Franken).

Geld, das die Gemeinde hat. Die Erfolgsrechnung 2019 der Einwohnergemeinde schliesst bei einem Steuerfuss von 81 Prozent mit einem Ertragsüberschuss von fast sieben Millionen Franken. Budgetiert war ein Überschuss von knapp 15'000 Franken. Zum grossen Unterschied beigetragen haben in erster Linie die mit 27,6 Millionen Franken deutlich über dem Budget (19,8 Millionen Franken) liegenden Steuereinnahmen. Das Vermögen der Einwohnergemeinde beträgt somit über 91 Millionen Franken. Davon sind gut 27 Millionen Franken erarbeitetes Eigenkapital.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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