KAiseraugst
DSM sieht seinen Campus auf gutem Weg: Die Firma legt den Grundstein für das 100-Millionen-Franken-Projekt

100 Millionen Franken investiert der Lifesciences-Riese DSM in seinen Campus in Kaiseraugst. Im Frühjahr war Baustart – nun wird offiziell der Grundstein gelegt. Die Arbeiten laufen bisher nach Plan. 2023 soll das Gebäude fertig sein und Arbeitsort für bis zu 200 Mitarbeitende werden.

Hans Christof Wagner
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Auf dem Firmenareal von DSM in Kaiseraugst entsteht der Campus – so sieht der Bauplatz im Moment aus.

Auf dem Firmenareal von DSM in Kaiseraugst entsteht der Campus – so sieht der Bauplatz im Moment aus.

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Den Brauch, ins Fundament eines Neubaus einen Grundstein zu legen, pflegen viele Bauherren. So auch der niederländische Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln DSM. Die Grundsteinlegung für seinen Campus im Kaiseraugst findet am heutigen Freitag, 23. September, statt. Fertig soll das Gebäude Ende 2023 sein.

DSM baut den Campus, um darin die 200 in der Forschung tätigen Mitarbeiter am Standort Kaiseraugst in einem zentralen Gebäude, unter einem Dach zu vereinen. Denn die sind jetzt noch auf dem Firmenareal verstreut tätig.

Grundfläche umfasst zwei Fussballfelder

Die Arrondierung ihrer Arbeitsorte hatte noch Christoph Goppelsroeder veranlasst, bis April Präsident und CEO der in Kaiseraugst und Sisseln angesiedelten Konzerntochter DSM Nutritional Products. Wenn das Gebäude steht, wird es 137 Meter lang und 36 Meter breit sein sowie mit 17 Meter Höhe bewusst in die Horizontale gehen. Seine Grundfläche von mehr als 20'000 Quadratmetern entspricht zwei Fussballfeldern. Spatenstich und Beginn der Bauarbeiten war Mitte März.

In den sechs Monaten seitdem nahm vor allem der Aushub der Baugrube Zeit in Anspruch. Projektleiter Joachim Bäckert erklärt:

«Es sind zwei Untergeschosse mit einer Grösse von 40 mal 140 Meter, da kommt einiges zusammen.»

Da der Campus auf der Rheinterrasse auf Kiesschotter liegt, konnte das Aushubmaterial der Kiesnutzung zugeführt werden.

Firmenareal als «ökologischer Korridor»

DSM will im Innern seines Campus-Gebäudes den Mitarbeitenden mit einem Fitnesscenter und einer Barista-Kaffeebar einen angenehmen Arbeitsplatz verschaffen. Draussen, rund ums Gebäude, sollen sie sich mit viel Grün ebenso wohlfühlen. Der Campus als Wohlfühloase – aber nicht nur für die dort arbeitenden Menschen. «Das Areal liegt an einem wichtigen ökologischen Korridor zwischen dem Rhein und den Juraausläufern. Es muss entsprechend das Wanderverhalten der Tiere gewährleisten», betont Bäckert.

Wichtig sei DSM, das Vorhaben gut in die Landschaft zu integrieren und den Anteil versiegelter Flächen zu beschränken. Dass der Campus einen Grünflächenanteil von einem Drittel der Arealfläche vorsieht, hatte auch der Gemeinde Kaiseraugst gefallen und war mit Voraussetzung für die Baubewilligung.

So soll das Projekt DSM-Campus in Kaiseraugst einmal aussehen.

So soll das Projekt DSM-Campus in Kaiseraugst einmal aussehen.

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100 Millionen Franken ist der Campus schwer – doch der Kostendruck ist hoch. «Die meisten Baumaterialien haben sich in den letzten Monaten stark verteuert», sagt Bäckert, auch Stahl und Glas – wichtige Bestandteile des Neubaus. Bäckert gibt sich dennoch zuversichtlich:

«Wir nehmen die Herausforderung an und sind bestrebt, den Kostenrahmen einzuhalten.»

So geht er auch davon aus, dass der Campus bis Ende 2023 fertig ist und bezogen werden kann. Bis jetzt habe nichts den Baufortschritt verzögert – auch keine archäologisch bedeutsamen Römerfunde.

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