Weisse Shirts, schwarze Hosen - einheitlich präsentiert sich das neue Team der Jugendseelsorge Fricktal (Juseso) für das Gruppenbild. Erst seit wenigen Tagen arbeitet das Team in der neuen Zusammensetzung, «aber wir haben uns schon recht gut gefunden», sagt Lena Heskamp. Sie bildet seit Anfang September zusammen mit Christine Schmidts und Christian Rigling die Geschäftsführung der Fachstelle für Jugendarbeit. Die beiden treten die Nachfolge von Urs Bisang und Sabrina Leber an, welche die Juseso Ende Juli respektive Ende August verliessen.

Schmidts und Rigling sind - wie auch Heskamp - ausgebildete Sozialpädagogen. Damit besteht die Geschäftsführung der Juseso komplett aus Sozialpädagogen ohne theologischen Ausbildungshintergrund. «Eine Situation, die vielleicht überrascht», sagt Heskamp. Sie sieht darin allerdings vor allem eine «gute Ergänzung zu den Pfarrern und Katecheten.»

Die Jugendlichen als Engel

Mit ihnen will das neue Juseso-Team eng zusammenarbeiten, wartet doch in den kommenden Monaten ein vielfältiges Programm. Der erste Anlass wird am 9. November der «Angel Force»-Tag sein. In der Woche vom 4. bis 9. November wollen Jugendliche in der ganzen Schweiz ein positives Exempel abgeben. «Ziel ist es, zu zeigen, dass Jugendliche einen guten Ruf verdient haben», erklärt Juseso-Praktikantin Anna-Maria Bieri.

Welchem Projekt sich die Fricktaler Jugendlichen widmen, ist noch offen: «Das sollen die Interessierten selber entscheiden», sagt Bieri. Am 24. Oktober findet deshalb ein Vorbereitungstag statt. Details dazu soll es schon bald auf der Homepage (www.jusesofricktal.ch) geben.

Talentbühne wieder international

Kurz vor Weihnachten organisiert die Juseso eine Reise ans Ranfttreffen, dem grössten alljährlichen Jugendtreffen der Schweiz. Dieses findet jeweils am letzten Wochenende vor Weihnachten statt. «Das Treffen bietet den Jugendlichen eine schöne Einstimmung auf die Festtage», erklärt Christian Rigling.

Zu den Highlights im kommenden Jahr gehören Reisen nach Prag und Taizé. Auch die traditionelle Talentbühne soll wieder durchgeführt werden. Wie schon in diesem Jahr wird der Anlass grenzüberschreitend gestaltet.

Kreativ statt verstaubt

Ihr Jahresprogramm hat die Juseso unter das Motto «Creative Action» gestellt. «Wir möchten Jugendlichen den Raum geben, neben dem Funktionsdruck in der Schule und der Ausbildung, auch mal einfach auszuprobieren», sagt Heskamp. Das Team liefert ein erstes Beispiel für die Kreativität gleich selber: Dank Farbpulver werden das Gruppenbild und die weissen Shirts nämlich ganz schnell schön bunt. Und inmitten des herumwirbelnden Pulvers sagt Heskamp: «Die Jugendseelsorge ist jung, kreativ und keineswegs verstaubt.»