Rheinfelden

«Junior Station» im Bahnhof Rheinfelden gilt als regionales Pilotprojekt

Der SBB-Bahnhof Rheinfelden arbeitet seit zehn Jahren als "Junior Station".

Der SBB-Bahnhof Rheinfelden arbeitet seit zehn Jahren als "Junior Station".

Vor zehn Jahren schloss sich der Bahnhof SBB dem Projekt «Junior Station» an und kann jetzt eine erste, durchweg positive Bilanz ziehen. Und diese fällt durchaus positiv aus.

Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag feierten die SBB mit dem Ausbildungsverbund «Login» ein kleiness, rundes Jubiläum, zeigten interessierten Besuchern sowie potenziell Lernenden das Ziel dieses Ausbildungsprogramms. Hautnah erklärten und demonstrierten direkt vor Ort Lernende aller drei Lehrjahre sowie die Coaches die beiden möglichen Berufe «Kaufleute öffentlicher Verkehr» und «Kaufleute Reisebüro» und was eine «Junior Station» eigentlich ist.

Auszubildende erlernen hier, was erforderlich ist, um eine Verkaufsstelle der SBB zu betreiben mit allem, was dazugehört: Am Schalter Tickets verkaufen, beraten, korrekt mit Geld umgehen, Reisegepäck annehmen, Dienstpläne erstellen, die Buchhaltung führen, internationale Reisewege für die Kunden organisieren, Veranstaltungstickets besorgen, Flüge buchen, Hotels reservieren. All diese anspruchsvollen Aufgaben erfolgen in der «Junior Station» in hundertprozentiger Eigenverantwortung, sodass auch erfahren wird, was es bedeutet, selbstständig die Arbeit zu überdenken und Schritt für Schritt richtig auszuführen.

Die Coaches bleiben dabei stets im Hintergrund, behalten die Abläufe im Auge, werden nur dann aktiv, wenn sie von den jungen Leuten darum gebeten werden.
Beatrice Gräflin, Geschäftsführerin des Bahnhofs Rheinfelden, zog ein positives Resümee: «Unsere Auszubildenden sind hoch motiviert, arbeiten mit Freude, versuchen, alle auftretenden Probleme erst einmal alleine zu lösen. Unser Bahnhof startete 2002 als einer der ersten damit in der Westschweiz. Bisher haben wir 120 Lernende auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss begleiten können, allen wurde ein Job in der Nordwestschweiz angeboten.» Nach einem Frühstück mit Vertretern des Ausbildungsverbundes konnten sich Kinder und Eltern ausführlich informieren lassen, was es braucht, um einen der beiden Berufe zu erlernen, beobachteten die Auszubildenden bei ihrer Tätigkeit am Schalter, sprachen mit ihnen und erhielten somit ganz unmittelbare Eindrücke.

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