Das Sauriermuseum verbindet den Ortsnamen Frick mit einer reichen Fundstelle versteinerter Saurierknochen. Das kleine, aber feine Museum verfügt über eine neue Ausstellung und hatte deshalb Bedarf an einer Fachkraft mit entsprechendem Hintergrundwissen. Museumsleiterin Monica Rümbeli führte gegenüber der Aargauer Zeitung aus: «Eine Person mit naturwissenschaftlicher Bildung zu finden, die für Führungen im Museum dauernd abrufbereit ist und auch mal an einem Sonntag kommt, ist sehr schwierig. Nun sind wir in der glücklichen Lage, eine dynamische Geologin gefunden zu haben, die sich mit grosser Begeisterung voll für unser Museum einsetzt: Dr. Andrea Oettl-Rieser aus Frick. Bei ihr ist das Gedankengut der Naturwissenschaft besonders ausgeprägt vorhanden.»

Die junge Naturwissenschafterin verstärkt seit Mitte Jahr das Team im Sauriermuseum Frick, das nun acht Personen umfasst. Von denen übernehmen sechs im Turnus den Sonntagsdienst, und insgesamt drei Personen aus dem Team sind für die Führungen im Sauriermuseum zuständig. Darüber hinaus bietet Monica Rümbeli jeden ersten Sonntag im Monat eine Schaupräparation an. Das heisst, die Museumsbesucherinnen und -besucher können zusehen, wie Versteinerungen bearbeitet werden.

An ETH Erdwissenschaften studiert

Andrea Oettl macht nicht nur Führungen, sie ist auch in der Administration tätig und betreut die Werbung für das Sauriermuseum. Die Aargauer Zeitung erfuhr mehr über ihren Werdegang, die bisherigen Tätigkeiten und ihre Interessen: «Von 1996 bis 2001 habe ich an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich Erdwissenschaften studiert. Für die Dissertation war ich von 2002 bis Ende 2004 in Salzburg an der Universität. Dabei habe ich zweimal im Sommer ein Gebiet im Westen Chinas bearbeitet und dort im Rahmen einer Feldkampagne Gesteinsmaterial für Altersdatierungen von Mineralien gesammelt. Dabei habe ich mit einer chinesischen Ölgesellschaft und einer chinesischen Universität zusammengearbeitet.»

Wie die Geologin weiter ausführte, begleitete sie am Paul-Scherrer-Institut in Villigen während vier Monaten ein begrenztes Projekt (das PSI ist das grösste Forschungszentrum für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz). Darauf war sie in Deutschland, ging erneut nach China und dann sechseinhalb Jahre zur Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle).

Nun ist die mit ihrer Familie - sie hat einen halbjährigen Sohn - in Frick lebende Naturwissenschafterin seit Mitte dieses Jahres im Sauriermuseum tätig. Sie sagt: «Schon in ganz jungen Jahren hielt ich mich stundenlang in naturhistorischen Museen auf: Geologie hat mich immer sehr fasziniert. Und jetzt im Sauriermuseum in Frick mitwirken zu dürfen, ist für mich eine Herausforderung und grosse Motivation zugleich. Bereits während des Studiums kam ich mit diesem Museum in Kontakt, das eine überschaubare Ausstellung zeigt. Aber das Interaktive fehlt noch ein wenig. Zum Beispiel, etwas berühren und drehen zu können, um es dann von verschiedenen Seiten anzuschauen.»

Monica Rümbeli freut sich: «Andrea Oettl bringt viele Ideen und Anregungen mit. Nicht nur für Führungen, sondern auch für das Rahmenprogramm.» So darf das Publikum gespannt sein, mit welchen Attraktionen das Sauriermuseum Frick in Zukunft noch aufwartet.