Frick
Junge Fricktaler Forscher auf den Spuren des Klimawandels

Die Klasse 3b der Fricker Bezirksschule hatte dank eines Energieversorgers während zweier Tage die Möglichkeit, viel über den Klimawandel zu erfahren. Dies geschah direkt auf dem Jungfraujoch im Berner Oberland. Die Erfahrungen seien einmalig gewesen

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Die Bezirksschulklasse aus Frick lernt für einmal in einer etwas anderen Umgebung. zg

Die Bezirksschulklasse aus Frick lernt für einmal in einer etwas anderen Umgebung. zg

AZ

«Eiger-Klima-Schule» ist ein Projekt, das von der BKW FMB Energie AG gesponsert wird und jedes Jahr 80 Schulklassen der Schweiz erlaubt, zwei Tage die Jungfrau Region zu erleben und mehr über den Klimawandel zu erfahren. Eine der 80 Klassen war dieses Jahr die Klasse 3b der Bezirksschule Frick. Die Klasse reiste nach Grindelwald, wo sie von Anna einer jungen Begleitperson des Projektes in Empfang genommen wurde.

Anna würde die Klasse die nächsten zwei Tage begleiten und das Thema «Klimawandel» mit ihr erarbeiten. Nach einer kurzen Einführung fuhr man mit der Gondel auf die Pfingstegg und wanderte zum unteren Grindelwald Gletscher. Gletschersee, Felsstürze und Erdrutsche machten die direkten Folgen des Gletscherschwundes eindrücklich sichtbar. Der Gletscher wird wohl keine hundert Jahre mehr existieren, wenn die Klimaerwärmung weiter so ansteigt. Nach der spannenden Wanderung konnten die jungen Forscher ihre Füsse auf der Pfingstegg-Rodelbahn schonen und trotzdem mit grosser Geschwindigkeit die Bahn hinuntersausen.

Nachtwanderung und Sternkunde

Mit der Zahnradbahn ging es dann auf die kleine Scheidegg, in dessen Bahnhofshotel die Zimmer bezogen wurden. Nach dem Abendessen konnte die Klasse mit der Jungfraubahn, ausser Fahrplan, bis zur Station Eigergletscher fahren. Bei schönstem Wetter gab es ein fantastisches Alpenpanorama zu bewundern. Nach dem Abendprogramm mit einem Quiz über das schon Erfahrene und einer Nachtwanderung mit kleiner Sternkunde hiess es um 23 Uhr Lichter löschen.

Am zweiten Tag war früh aufstehen angesagt. Mit dem ersten Zug fuhr die Klasse auf das Jungfraujoch. Dort stand das Erleben der Gletscher und Eiswelt im Vordergrund. Dank wunderbarem Wetter konnten die jungen Forscher verschiedene Posten draussen im Schnee bearbeiten. In verschiedenen kleinen Spielen testete die Klasse ihr bereits gelerntes Wissen über die Klimaerwärmung. Es gab Tipps wie man die Umwelt schützen kann. Begriffe wie «Murgang» und «Permafrost» wurden gelernt, spannende Experimente zeigen, was geschieht, wenn der Permafrost wegschmilzt. Aber auch das Vergnügen kam nicht zu kurz: Im Eispalast konnten Eisskulpturen bewundert werden und die Aussicht auf der Sphinx-Aussichtsterrasse war einmalig.

Folgen des Klimawandels

Mit der Jungfraubahn ging es dann zurück bis zur Station Eigergletscher. Bei einer Wanderung von der Station zur kleinen Scheidegg konnten der drastische Rückgang des Eigergletschers und die Folgen des Klimawandels noch einmal eindrücklich beobachtet werden.

Zwei Tage in grosser Höhe, die Wanderungen, viele neue Informationen und die lange Zugfahrt waren doch sehr anstrengend, entsprechend müde kam die Klasse in Frick an. Die jungen Forscher waren aber um einige interessante Erfahrungen reicher. Die Ziele des zweitägigen Projektes, Lernen mit einem Erlebnis zu verbinden, Einsichten zum Klimawandel zu schaffen und Interesse
am Klimaschutz zu wecken, wurden voll erreicht. Der Slogan der Klasse heisst künftig: «Top of Europe» auch in der Bekämpfung der Klimaerwärmung. (az)

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