Nepal/Wölflinswil
Junge Aargauerin reiste durch Nepal und blieb, um Erdbebenopfern zu helfen

Zwei gewaltige Erdbeben innerhalb kürzester Zeit haben den Himalaya erschüttert und über 8000 Menschen das Leben gekostet. Stefanie Lenzin aus Wölflinswil hat kurzerhand ihre Ferien verlängert und hilft den Menschen vor Ort.

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Stefanie Lenzin hilft in Nepal den Erdbebenopfern.

Stefanie Lenzin hilft in Nepal den Erdbebenopfern.

Tele M1

25. April: Die 22-jährige Stefanie Lenzin aus Wölflinswil reist gerade durch Nepal, als die Erde bebt. Eine Stärke von 7,8 zeigt die Richterskala an. Mehr als 7200 Menschen kommen ums Leben, Zehntausende werden verletzt. 12. Mai: Ein gewaltiges Nachbeben mit der Stärke 7,7 fordert erneut viele Menschenleben.

Noch immer sind betroffene Regionen von der Aussenwelt abgeschnitten, die meisten Touristen haben das Land verlassen. Stefanie Lenzin ist geblieben. Zusammen mit anderen Reisenden hat sie sich spontan entschieden, zu helfen und die Lieferung von Hilfsgütern und Nahrungsmittel zu organisieren. «Für mich ist klar gewesen: Wenn ich schon so Glück hatte, dass ich überlebte, will ich auch etwas zurückgeben», erzählt die medizinische Praxisassistentin dem Regionalsender «TeleM1».

Es sei extrem zu wissen, dass es ganze Dörfer gebe, die ein paar Kilometer weiter in Schutt und Asche liegen würden, dass es Dörfer gebe, die noch kein Essen haben und wo Leute neben Toten schlafen müssten. Unterstützung erhält Stefanie Lenzin von Freunden und Verwandten, welche die spontan gegründete HIlfsorganisation mit Spenden unterstützen.

Sehen Sie hier den ganzen Bericht von «TeleM1»:

Die Familie von Stefanie Lenzin in Wölflinswil sorgt sich um sie. Von einer anderen Organisation hätten sie gehört, dass 20 Menschen abgestürzt sind wegen einem kleinen Nachbeben, erzählt Stefanie Lenzins Mutter. Das habe auch Stefanie Sorgen gemacht. «Das machte auch ihr einen Moment Angst.» Aber ihre Tochter hätte trotzdem weitermachen wollen. «Wenn wieder ein Beben ist, haben wir natürlich auch immer wieder Angst.»

Die Zerstörung in Nepal ist gross:

Eingestürzte Gebäude in Kathmandu
7 Bilder
Über 5500 Menschen starben, viele weitere sind verletzt.
Unzählige haben ihr Zuhause verloren.
Bilder der Verwüstung

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Keystone

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