Gipf-Oberfrick
Jugendchor-Musical: In den Ferien zum Vampir geworden

Der Jugendchor begeisterte am Sonntagabend zum zweiten Mal mit seinem Musical «Der kleine Vampir» die Zuschauer. Einstudiert haben die jungen Sänger und Schauspieler das Stück in ihren Herbstferien.

Ingrid Arndt
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Die Vampire machen einen Friedhof unsicher.

Die Vampire machen einen Friedhof unsicher.

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In den Herbstferien war der Gipf-Oberfricker Jugendchor (38 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren) gemeinsam mit elf Erwachsenen im Lager in Allerheiligen (Schwarzwald). Dort studierten die Beteiligten einen Grossteil des Musicals «Der kleine Vampir» ein. Sie bastelten und bauten ausserdem auch alle Kulissen. Das Musical stammt aus der Feder von Angela Sommer-Bodenburg (Text) und Uwe Vogel (Musik). Marcel Hasler studierte das Stück ein und erweiterte es um einige weitere Darsteller.

Zum Stück: Neun Glockenschläge vom Kirchturm in die Nacht, dunkle Musik, Heulen und jaulende Schreie vom Orchester malen eine ziemlich gruselige Friedhofsatmosphäre. Geiermeier schleicht mit seiner funzeligen Lampe zwischen den Gräbern umher, sucht die verhassten Vampire, die er aber natürlich nicht findet. Doch die schlauen kleinen Blutsauger in ihren schwarzen Umhängen sind da, verstecken sich jedoch gut.

Einen Vampir als besten Freund

Einer von ihnen ist Fridolin von Schotterstein (gespielt von Noelle). Fröhlich singend stellt der Chor ihn vor, erzählt, dass er einen Freund fürs Leben sucht. Mutig fliegt der kleine Kerl hoch hinaus, setzt sich auf den Fenstersims eines Hochhauses, sieht durch die Gardinen Anton (gespielt von Leon), der nicht schlafen kann und wieder einmal in seinem geliebten Dracula-Buch liest. Plötzlich sieht er den kleinen Vampir mit seinem Wuschelkopf, den spitzen Eckzähnen und dem weiten Fledermausumhang.

Sie lernen sich kennen, werden beste Freunde, lernen vieles voneinander. Zum Beispiel, dass Vampire das Tageslicht meiden müssen, weil sie sonst sterben. Anton lernt Fridolins schräge Familie kennen, tot oder lebendig, Anton dagegen führt ein ganz normales Alltagsleben mit seinen Eltern (Hannah und Diogo). Fridolin schenkt Anton einen riesigen Vampirumhang, damit sie gemeinsam hoch hinaus fliegen können, der Chor beschreibt: «Das isch dr Umhang vom Onkel Theodor ...», mit dem der über jede Grossstadt hinwegbrauste bis hin nach Transsylvanien.

Ein Umzug ins Fricktal

Die Freunde bestehen gemeinsam viele Abenteuer. Anton lernt Fridolins Schwester Anna (Anna) kennen mit ihren streng muffig riechenden Parfüm Stinkadora, im Tango-Rhythmus muss sich Anton in einem Sarg vor Tante Dorothee (Svenja) verstecken, die nach Menschenblut giert. Sie müssen immer wieder dem Friedhofswärter ausweichen und mit einem furiosen Psychologenrap eine Ärztin von Antons geistiger Fitness überzeugen.

Sie werden grösser, bleiben aber Freunde fürs Leben (jetzt dargestellt von Lisa, Stefan und Leila). Alle bereiten eine riesige Abschiedsparty vor, denn die Vampire zügeln. Und wohin wohl? Natürlich ins schöne Fricktal in eine vampirisch-herrliche Burgruine. Sie feiern ein rauschendes Fest, tanzen ausgelassen und alle Gäste klatschten und sangen fröhlich mit. Die Band gab dazu noch einmal den musikalischen Kick.