Die Jobst Willers Engineering AG mit Sitz in Rheinfelden sowie Niederlassungen in Zürich, Bern und Breslau (Polen) schuf im vergangenen Jahr elf neue Stellen und steigerte ihren Umsatz um 10 Prozent. Dies schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Philippe Brügger, Geschäftsführer der Jobst Willers Engineering AG, ist zufrieden: «Wir verzeichnen seit Jahren einen wachsenden Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir um zehn Prozent zulegen. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Konkurrenz aufgrund von Verwerfungen durch die Digitalisierung und wegen des Drucks ausländischer Player härter wird.»

Gesamthaft setzte das Familienunternehmen 2017 rund 330 Projekte in der ganzen Schweiz um. Mehr als die Hälfte des Umsatzes stammt dabei aus Pharma-, Labor- und Spitalprojekten. Dazu gehören Grossprojekte wie eine neue Produktionsanlage für CSL Behring in Bern, die neue Spitalpharmazie am Kantonsspital Aarau und die Weiterentwicklung des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau FiBL in Frick.

Für das Hochhausprojekt Orion in Zürich erhielt Willers 2017 den Schweizer Architektur-Award in der Kategorie Building Information Modeling (BIM).

Expansion nach Polen

Im vergangenen Geschäftsjahr schuf Willers elf neue Stellen. Auch die Anzahl Lernender stieg, derzeit absolvieren vier junge Männer und eine junge Frau ihre Ausbildung zum Gebäudetechnikplaner. Um dem kontinuierlichen Wachstum gerecht zu werden, stärkt das Unternehmen seine Führung: Carsten Pötschke, seit 2009 bei Willers in Rheinfelden, ist seit dem 1. Januar 2018 zusätzliches Mitglied der Geschäftsleitung.

Das Willers-Team umfasst heute 70 Mitarbeitende an den drei Schweizer Standorten Rheinfelden, Bern und Zürich sowie neu am Standort Breslau in Polen. Die Niederlassung in Polen hat im Herbst 2017 ihre Tätigkeit unter der Leitung von Kinga Czyzewska aufgenommen. Die Ingenieurin war zuvor fünf Jahre am Berner Standort tätig. Als sie ihrem Wunsch folgte, in die Heimat zurückzukehren, lag die Gründung einer Tochtergesellschaft auf der Hand. Volle Auftragsbücher und der anhaltende Fachkräftemangel in der Schweiz hätten Willers zusätzlich in diesem Schritt bestärkt, heisst es in der Mitteilung weiter. Heute besteht das Team in Breslau bereits aus vier Mitarbeitenden.

Investitionen in die Zukunft

Um für die kommenden Jahre und das komplexe Projektportfolio gut aufgestellt zu sein, investiert das Unternehmen in die Zukunft. Dazu Magnus Willers, stellvertretender Geschäftsführer: «Wir haben 2017 unser Qualitätsmanagement mit der Zertifizierung nach ISO 9001:2015 weiterentwickelt und gleichzeitig unser internes Weiterbildungsprogramm ausgebaut. Zudem nähern wir uns mit grossen Schritten der digitalen Zukunft − sie wird nicht nur unseren Betrieb, sondern mittelfristig auch die gesamte Planungs- und Baubranche grundlegend verändern.»

Seit 2015 blickt Willers auch über den nationalen Tellerrand hinaus und unterstützt das Berufsbildungsprojekt eines Schweizer Hilfswerkes in Kenia, mithilfe dessen junge Lernende eine qualifizierte Ausbildung erhalten. (AZ)