Coronavirus

Jetzt wird wieder gezählt: In der Fricker Denner-Filiale gingen die Coronaeinlasskarten aus

Vorübergehend gibt es in Frick keine Einlasskarten.

Vorübergehend gibt es in Frick keine Einlasskarten.

Die Karten, die garantieren sollen, dass nicht zuviele Kunden im Geschäft sind, kommen öfter abhanden, als man meinen könnte.

Der Discounter Denner setzt bei der Umsetzung der Coronamassnahmen auf grüne Einlasskarten. Diese sollen gewähren, dass nicht zu viele Kundinnen und Kunden gleichzeitig auf der Ladenfläche unterwegs sind und somit die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden können. «Zur Entlastung der Mitarbeitenden im Verkauf setzt Denner Kärtchen ein, die den Kunden signalisieren, ob sich bereits zu viele Personen in der Filiale aufhalten. Hat es keine Kärtchen mehr, bedeutet das, es hält sich bereits die maximale Anzahl Personen im Laden auf», so Denner-Mediensprecher Thomas Kaderli.

Am Donnerstag aber gingen bei der AZ Hinweise ein, wonach bei der Fricker Denner-­Filiale im Eingangsbereich keine solchen Einlass­karten mehr für Kundinnen und Kunden auslagen. Ein Augenschein vor Ort bestätigte dies.

Kunden vergessen, die Kärtchen abzugeben

Kaderli räumt ein: «Die Kärtchen sind in der Filiale Frick wohl insgesamt während rund einer Woche nicht verfügbar.» Somit dürfte es ab Mitte kommender Woche wieder Einlasskarten im Eingangsbereich haben. Durch den zwischenzeit­lichen Mangel entstünde für Angestellte und Kunden allerdings kein Risiko: «Die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet, da unsere Mitarbeitenden die Anzahl Kunden während dieser Zeit selber kontrollieren, wie sie es bereits vor der Einführung des Kärtchen-Systems gemacht haben», sagt Kaderli. 39 Kundinnen und Kunden sind in der betroffenen Denner-­Filiale am Widenboulevard gleichzeitig maximal erlaubt.

Kaderli wirbt um Verständnis: «Die Kärtchen kommen bisweilen öfter abhanden als erwartet, weshalb es in der Fricker Filiale zu einem Engpass kam, bevor Nachschub eingetroffen ist. Wir bedauern den Vorfall.» Kaderli zufolge vergessen Kunden mitunter, die Kärtchen nach dem Einkauf wieder abzugeben. Mitarbeitende versäumten in der Hektik des Kassierens, danach zu fragen. Für ihn steht fest: «Unsere Mitarbeitenden sind in den letzten Wochen stark gefordert und geben täglich ihr Bestes, um die Grundversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen und gleichzeitig die Sicherheit für Kunden zu gewährleisten.»

In anderer Filiale waren Kärtchen vorhanden

Vor diesem Hintergrund könne es schon mal vorkommen, dass «ein Desinfektionsmittel leer ist oder Kärtchen noch nicht ersetzt werden konnten», so Kaderli. Grundsätzlich sei das Unternehmen froh um Rückmeldungen aus der Bevölkerung: «Auch wir wollen uns in dieser nie dage­wesenen Situation stetig ver­bessern.» Beim Vorfall in Frick scheint es sich ausserdem tatsächlich um eine Ausnahme zu handeln. Bei einem Augenschein in einer anderen Filiale in der Region zeigte sich am Freitag, dass im Eingangsbereich genügend grüne Einlass­karten für Kundinnen und Kunden zur Verfügung standen.

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