Noch liegen letzte Glasflaschen in den Büschen und gefährliche Scherben am Strand. Die Rede ist vom Rheinufer zwischen Holzbrücke und Kraftwerk in Stein. Immer wieder sorgte es nach rauschenden Partys meist jugendlicher Nachtschwärmer für heisse Köpfe: Besonders nach den Wochenenden türmte sich da und dort der Abfall.

Doch ist in Stein das letzte Flaschenbier am Rhein gezählt: Seit Mittwoch sind die seit April angekündigten Verbotstafeln am Rheinufer aufgestellt. Auch der noch so brave Bürger – möchte er sich auch nur in Ruhe ein Feierabendbier am Wasser gönnen – ist vom Verbot betroffen. Wer mit einer Glasflasche erwischt wird, riskiert auch dann eine Busse von fünfzig Franken, wenn er nicht einmal vorhat, das Behältnis achtlos liegen zu lassen, geschweige denn es vorsätzlich im Rheinkies zu zerschmettern.

Die Gemeinde Stein verbietet am besagten Uferabschnitt nämlich nicht nur Littering, sondern auch Ruhestörungen, den «Aufenthalt von Personen in berauschtem Zustand» und eben: das Mitführen von Glasbehältern und Glasflaschen.

Gespannt aufs Wochenende

Auf rücksichtslose Mitbürger hat es die Gemeinde Stein abgesehen: Sie hat genug von den Bildern der Verwüstung, die sich immer wieder nach den Wochenenden am Rheinufer zeigten: achtlos liegen gelassene Verpackungsmaterialien, Flaschen und Zigarettenkippen.

Mit der Massnahme erhofft man sich, die meist jugendlichen Glas- und Abfall-Sünder in die Schranken zu weisen.

Gespannt wartet der Leiter der Bauverwaltung, Roland Höflin, das Wochenende ab, wenn es die Jungen wieder an das Rheinufer zieht. Am Montag erst wird sich zeigen, ob die Verbotstafeln etwas gebracht haben, und ob weniger Abfall das Rheinufer verunstaltet und Mensch und Tier sich nicht mehr über Scherben ärgern müssen. (dfu)