Laufenburg

Jetzt sollen private Sicherheitsleute die Vandalen verscheuchen

Solche Schauplätze sollen verhindert werden: Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Burgmatt lassen Jugendliche ihren Abfall liegen.

Solche Schauplätze sollen verhindert werden: Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Burgmatt lassen Jugendliche ihren Abfall liegen.

Nachdem es in Laufenburg in den vergangenen Monaten immer wieder zu Sachbeschädigungen gekommen ist, setzt die Stadt nun auf eine Sicherheitsfirma. Deren Patrouillen sollen an den «Hotspots» präventiv für Ruhe sorgen.

Seit letzter Woche patrouillieren in Laufenburg Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma SIDAK. Die Stadt hat die Firma für drei Monate damit beauftragt, an sogenannten «Hotspots» für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Denn diese Orte wurden in der Vergangenheit vermehrt von Vandalen heimgesucht.

So wurden zum Beispiel auf dem Pausenplatz des Schulhauses Burgmatt Sitzbänke demoliert, Scheiben eingeworfen oder der Basketballkorb beschädigt. Die Toiletten am Bahnhof und auf dem Schlossberg sind schon mehrmals beschädigt worden. Dies ist nur ein Teil einer Reihe von Sachbeschädigungen, deren Summe inzwischen auf einen Betrag im fünfstelligen Bereich angestiegen ist.

Anzeigen ohne Erfolg

Zwar wurde mehrmals gegen Unbekannt Strafanzeige eingereicht, einen Täter konnte die Polizei bisher aber nicht fassen. Im Juni sagte Stadtschreiber Walter Marbot gegenüber der Aargauer Zeitung, er vermute, dass es sich bei den Tätern um Nachtbuben handelt, die schwierig auf frischer Tat zu ertappen seien.

Nun beschloss der Gemeinderat, zu handeln. Mit den Patrouillen wolle man vor allem präventiv wirken, sagt Bernhard Weiss, Stadtrat und zuständig für das Ressort Sicherheit: «Es geht darum zu signalisieren, dass jemand hier ist.»

Polizei hat dafür keine Zeit

Weiss bedauert, dass man zu solchen Mitteln greifen müsse, aber offensichtlich sei mehr nötig, als die üblichen, nächtlichen Polizeipatrouillen. Er sagt, die Polizei habe nicht genügend Zeit, ständig in der Stadt präsent zu sein, da sie ja auch im übrigen oberen Fricktal ihre Kontrollen absolvieren müsse. Darum sei die Hilfe einer privaten Sicherheitsfirma, die sporadisch einsetzbar ist, das Richtige. «Andere Gemeinden haben bereits gute Erfahrung mit der SIDAK gemacht», so Weiss.

Die Präventionspatrouillen werden vor allem am Freitag und Samstagabend durchgeführt. Nach drei Monaten berät der Gemeinderat darüber, ob das Projekt verlängert werden soll oder nicht.

Präventiv, nicht offensiv

Die Mitarbeiter der SIDAK sind laut Weiss nicht befugt, Personen zu verhaften, aber sie dürfen sie kontrollieren und ihre Namen aufnehmen. Primär sollen die Mitarbeiter aber nicht Unruhestifter aufspüren, sondern vor Ort mit Personen, die sich auffällig verhalten, Kontakt aufnehmen. So werden beispielsweise Jugendliche, die an einem Freitagabend draussen ihr Bier trinken, darauf hingewiesen werden, dass sie danach ihren Abfall selbstständig wieder wegräumen sollen.

Neben den Präventionspatrouillen prüft Laufenburg derzeit das Aufstellen zweier Videokameras auf dem Pausenplatz Burgmatt. Wieviel diese Massnahmen die Stadt kostet, will Weiss nicht sagen.

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