Region
Jetzt regt sich Widerstand gegen die Sondierbohrungen

Die neu gegründete «IG Bözberg ohne Bohrturm» will sich gegen die geplanten Bohrungen wehren.

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Koordinator Sacha Schenker. zvg

Koordinator Sacha Schenker. zvg

Michel Jaussi - www.jaussi.com

Die Nagra will in den Gemeinden Zeihen, Effingen, Bözberg, Remigen und Riniken insgesamt acht Bohrplätze für Sondierbohrungen errichten, um die Region nach ihrer Eignung für ein Atommülllager zu untersuchen. «Für jeden Bohrplatz wird rund eine Hektare Kulturland verbaut und ein rund 20 Meter hoher Bohrturm aufgestellt», schreibt die neugegründete «IG Bözberg ohne Bohrturm» in einer Mitteilung.

Zusätzlich zur Lärm- und Lichtbelastung müsse die Bevölkerung mit Mehrverkehr in Form von bis zu 50 Lastwagenfahrten pro Woche und Bohrplatz rechnen. «Nebst Umwelt- und Imageschäden bedeuten diese Bohrungen aus unserer Sicht auch einen weiteren Schritt in Richtung eines Atommülllagers im Bözberg», sagt Koordinator Sacha Schenker.

Während der 30-tägigen öffentlichen Auflage der Sondiergesuche – voraussichtlich im ersten Quartal 2017 – erhalten betroffene Gemeinden und Private die Möglichkeit, Einsprache zu erheben. Die «IG Bözberg ohne Bohrturm» will die Bevölkerung über die negativen Auswirkungen der geplanten Bohrungen informieren und Gegnern eine Plattform bieten, um sich für Einsprachen zu vernetzen. (AZ)