Fricktal

Jetzt ist Glace wieder in aller Munde

«Endlich Sommer»: Anina Kappeler (r.) und Anja Schuhknecht bieten in der Gelateria Casablance in Rheinfelden Glace an. mf

«Endlich Sommer»: Anina Kappeler (r.) und Anja Schuhknecht bieten in der Gelateria Casablance in Rheinfelden Glace an. mf

Endlich steigen die Temperaturen, heute und morgen werden über 30 Grad erwartet. Die Gelaterias in Frick und Rheinfelden freuts.

«Gelati Time... yeah!!!» Die Gelateria Carpe Diem in Frick frohlockte vorgestern Abend auf Facebook – und präsentierte den Screenshot einer Online-Wetterprognose für die kommenden Tage. Zumindest heute und morgen soll es noch sonnig und über 30 Grad heiss bleiben.

Seit rund einem Monat ist das «Carpe Diem» an der Fricker Hauptstrasse geöffnet und bietet hausgemachte Glace nach argentinischen und italienischen Rezepten. «Wettertechnisch war der Start natürlich nicht ideal», sagt Inhaber Federico Hochreuter, «aber bei sonnigem Wetter habe ich viele Kunden.»

Italienische Glace-Rezepte

Philipp Steib vom «Casablanca» an der Marktgasse in Rheinfelden bestätigt, dass der Hauptumsatz in letzter Zeit nicht bei der Glace lag. «Er hat sich verlagert», so Steib, «viele Kunden entschieden sich für die hausgemachten Kuchen.» Jetzt freue er sich aber auf die sonnigen Tage und darauf, «dass das Glace-Geschäft anzieht». Seit Ende des letzten Jahres führt Raffaele Marino nur wenige Meter weiter einen Feinkost-Laden an der Rheinfelder Marktgasse. «Seit Mai biete ich hausgemachte Gelati nach italienischem Rezept an», sagt der Italiener.

Trotz des eher schlechten Wetters verkauft er an Wochenenden schon mal 60 bis 70 Kilogramm Glace. «Aber klar, ich hoffe jetzt auch, dass der Sommer endlich richtig kommt. Täglich macht er frische Gelati, die Kunden können ihm durchs Schaufenster gar über die Schulter schauen. Neben traditionellen Sorten wie Erdbeere oder Stracciatella hat Marino gestern eine Spezialkreation aus Vanillecreme und Schokokuchen hergestellt. «Innert drei Tagen muss die Glace nun verkauft werden», sagt er. Konservierungsstoffe verwende er nämlich nicht.

Die Gelati im «Casablanca» sind nicht hausgemacht, sondern kommen aus Italien. Von Parma aus hat sich die Marke Antica Gelateria de Corso einen Namen gemacht und ist mittlerweile in Italien weitverbreitet. In Rheinfelden locken 13 Sorten. «Tiramisu ist mein persönlicher Favorit», so Philipp Steib. Einen Trend bei den Kunden kann er allerdings noch nicht ausmachen. «Die Nachfrage ist bei allen Sorten ähnlich.»

Das Angebot im «Carpe Diem» reicht von Schokolade über Kokos bis hin zu Melone. In unseren Breitengraden eher exotisch ist dabei die «Dulce di Leche»-Glace – eine südamerikanische Spezialität mit Ähnlichkeit zu Caramel. «Diese Sorte verkaufe ich am meisten», so Federico Hochreuter, «aber auch Biscotto und Mango kommen gut an.»

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