Es ist eine der «heissesten» Tempo-30Zonen in der Region: Jene am Königsweg und am Gänsacker in Frick. Denn manch einer, eilig unterwegs, nutzt die Quartierstrasse in den Hauptverkehrszeiten als Schleichweg, als Umfahrung der dannzumal doch arg verstopften Hauptstrasse. Und, die Gleichung ist leicht nachvollziehbar, «eilig + Tempo 30 ≠ kompatibel».

Entsprechend ist, den Zeitdruck im Nacken, der Druck auf das Gaspedal bei manchem Automobilisten etwas arg doll – und, schwupp, fährt er zu schnell. Dass die DPzsD-Fraktion, also die Gemeinschaft der Das-Pedal-zu-stark-Drückenden, nicht klein ist, zeigt eine Geschwindigkeitsmessung im Mai. 37 Prozent fuhren zu schnell. «Das ist viel», sagt auch Gemeindeschreiber Michael Widmer, verweist aber gleichzeitig auf eine Langzeitmessung mit dem Verkehrsstatistik-Gerät im Juli. In die eine Fahrtrichtung fuhren beim Gänsacker 85 Prozent der Fahrzeuge 37 km/h und langsamer und in die andere Fahrtrichtung fuhren 85 Prozent 36 km/h und langsamer. «Damit konnte der Zielwert von 38 km/h, der von 85 Prozent der Fahrzeuge zu unterbieten ist, gut eingehalten werden», so Widmer.

33 km/h zu schnell

Zu denken geben aber auch Widmer die gemessenen Höchstgeschwindigkeiten. In Richtung Königsweg war das schnellste Fahrzeug mit 53 km/h unterwegs, in Richtung Gänsacker sogar mit 63 km/h. Tschüss Ausweis, kann man da nur konstatieren. Solche Tempi sollten in einer Tempo-30-Zone nicht vorkommen, konstatiert Widmer. Insgesamt zieht er nach einem Jahr – die Tempo-30-Zone wurde im letzten Herbst eingeführt – trotzdem ein positives Zwischenfazit. «Die Verkehrsteilnehmenden werden sich weiter an die neue Höchstgeschwindigkeit gewöhnen», ist er überzeugt. «Auch die sichtbaren Messungen mit dem Gerät ‹Speedy› sowie scharfe Radarkontrollen werden ebenfalls ihre Wirkung zeigen.» Für die DPzsD-Fraktion stellt sich da die ultimative Frage: Wann ist mit Radarkontrollen zu rechnen? Widmers sibyllinische Antwort: «Es ist ständig mit Radarmessungen zu rechnen.»

In den kommenden Monaten werden laut Widmer sowohl weitere Verkehrsstatistik-Erhebungen als auch periodisch scharfe Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. «Anfang 2019 kann dann eine Standortbestimmung vorgenommen werden, um zu entscheiden, ob die aktuellen Markierungen und Signalisationen im Tempo-30-Perimeter ausreichend sind», so Widmer.