In jedem der fünf Ortsteile der Fusionsgemeinde Mettauertal will der Gemeinderat je einen Spielplatz realisieren. «Das verbindende Thema sind die fünf Elemente», so der für das Sachgeschäft zuständige Gemeinderat Oliver Kalt.

Er schmunzelt bei der Zahl Fünf. «Ja, es sind fünf, für jeden Ortsteil einen. Neben Feuer, Wasser, Erde und Luft gibt es bei uns auch noch das Element Klang.» Die Bevölkerung ist zurzeit aufgerufen, noch bis 10. August Ideen, Vorschläge, Anregungen einzubringen.

Oliver Kalt hält das Modell der fünfeinhalbjährigen Vivien Vögele aus dem Ortsteil Wil hoch. Sie hat zum Element Luft eine Art Klettergarten entworfen. Für die Erwachsenen hat sie Plätze zum Verweilen am Boden eingerichtet.

«Unser Ziel ist es, Begegnungs- und Spielplätze zu schaffen», macht Kalt deutlich, dass die geplanten Plätze nicht nur den Kindern gerecht werden sollen. Vielmehr sollen alle Altersgruppen angesprochen werden.

Der Mettauertaler Gemeinderat hofft deshalb auch, dass sich auch Leute – Kinder, Jugendliche, junge und ältere Erwachsene aktiv mit Ideen und später bei der Realisierung der Plätze einbringen werden. «Es soll auch den Gemeinschaftsgedanken über die Ortsteilsgrenzen hinaus fördern.»

Der extra für das Sachgeschäft gebildeten Projektgruppe gehören neben Oliver Kalt, die Kleinkindererzieherin Michaela Leber, Forstwart Fabian Bugmann und Gartenbauspezialist Thomas Leu an.

Ist-Zustand

Gibt es zurzeit keine Spielplätze in Mettauertal? Oliver Kalt zeigt auf eine Bild- und Text-Dokumentation, die er nach Begehungen durch die einzelnen Ortsteile erstellt hat. Spielplätze gibt es sehr wohl, doch nicht alle genügen den Erwartungen und Vorstellungen. Das hat auch eine lose Umfrage bei der Bevölkerung gezeigt.

Das Prädikat gut bekommt der erst vor einiger Zeit erstellte Platz im Ortsteil Oberhofen. «Hier fehlt lediglich noch die Zuordnung und eventuelle Ergänzungen zum Thema Element», so Kalt.

Die Plätze in Wil, Etzgen und Mettau lassen in Sachen Übersichtlichkeit, Abwechslung, Spiel- und Verweilmöglichkeiten, Schattenplätze wie auch Standorte teils zu wünschen übrig. In Hottwil gibt es zurzeit keinen wirklichen Spielplatz.

«Hier könnten wir somit quasi auf der grünen Wiese starten», sagt Oliver Kalt, dem die Vorfreude auf «fünf tolle und individuelle Spiel- und Begegnungsplätze schon heute deutlich anzumerken ist. Bevor es aber um die Umsetzung geht, braucht es zahlreiche Vorabklärungen.

Fragen, wie: Welches sind die idealen Standorte, was braucht es an zusätzlichen Infrastrukturen (Wasser, Strom und so weiter), was muss in Sachen Sicherheit berücksichtigt werden und vieles mehr wollen zuerst beantwortet werden.

In Etzgen und Wil kann erst definitiv geplant werden, wenn die noch ausstehende Referendumsabstimmung bezüglich einem oder zwei Schulstandorte entschieden ist. In Mettau weist die bestehende Turnhalle Sanierungsbedarf auf.

Damit zusammenhängend ist der künftige Standort des Spiel- und Begegnungsplatzes in diesem Ortsteil noch offen. Was die Finanzen anbelangt, kann und will Oliver Kalt zum heutigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Er gibt aber bereits jetzt seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich dank Sponsoren, Spenden und Arbeitseinsätze der Bevölkerung die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bewegen werden.

Trotz der zahlreichen Steine, die für die Realisierung der Spielplätze noch im Weg liegen, ist Oliver Kalt zuversichtlich, dass bis in zwei, drei Jahren die neuen Freizeitangebote der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Noch können sich die Mettauertaler mit Ideenvorschlägen aktiv einbringen.

«Am schönsten wäre es, wenn der Gemeinderat bei einer seiner nächsten Sitzung von lauter solcher Wunsch-Spielplatzmodellen umgeben wäre.»

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