Wie müssen Wohngebäude konstruiert sein, damit sie im Betrieb wenig Energie verbrauchen? Was können die erneuerbaren Energien Sonne, Wind und Biomasse zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen? Wie sind die Erfahrungen mit Elektro-Mobilen im Alltag? Antworten auf diese und weitere Fragen gab es am Tag der Sonne in Wittnau am Samstag bei strahlend sonnigem Wetter.

Organisiert wurde der Anlass von der Energiekommission Wölflinswil und von Wittnauer Mitgliedern des Vereins für Sonnenenergie, Regionalgruppe Aargau. Als Aussteller waren zehn am Bau des neuen Mehrfamilienhauses der Wohnbaugenossenschaft beteiligte Gruppen und Firmen dabei.

100 Tonnen Heizöl gespart

Das Angebot nutzten gegen 250 Personen. Architekten und am Bau beteiligte Handwerker informierten auf dem Platz über das neue Mehrfamilienhaus der Wohnbaugenossenschaft. Die 20 Wohnungen werden nach Minergie P zertifiziert. Das stellt hohe Anforderungen an Planung, Konstruktion und Dämmung, und ganz besonders auch an das sorgfältige Arbeiten der Bau-Handwerker.

Die Wohnungen werden mit einheimischem Holz aus dem gemeindeeigenen Holzschnitzel-Wärmeverbund beheizt. Solarstrom vom eigenen Dach deckt einen Teil des Bedarfs an elektrischer Energie und sorgt im Sommer mithilfe eines Wärmepumpen-Boilers für genügend warmes Wasser.

Mit Photovoltaik-Anlagen auf 40 Gebäudedächern wird in Wittnau aktuell jede vierte Kilowattstunde Strom solar produziert, nämlich jährlich 1,5 Millionen kWh. Der Nahwärme-Verbund versorgt sechs öffentliche Gebäude und über 30 private Wohneinheiten. So werden jährlich 100 Tonnen Heizöl eingespart. Mit Wittnauer Holz könnten weitere 400 Wohnungen beheizt werden.

Über ihre Erfahrungen mit Elektro-Autos und einem E-Motorrad gaben neun Halter Auskunft und klärten offene Fragen. Selbst Probefahrten waren möglich. Der Anlass zeigte: Im oberen Fricktal ist die Energiestrategie 2050 des Bundes für viele Menschen bereits Alltag.(az)