Möhlin

Jakob Müller AG wehrt sich gegen «irreführende Zahlen»

Die Backsteinhäuser im idyllischen Bata-Park stehen schon längst unter Denkmalschutz.  az-Archiv/ach

Die Backsteinhäuser im idyllischen Bata-Park stehen schon längst unter Denkmalschutz. az-Archiv/ach

Die Revision der Zonenplanung beschäftigt weiterhin die Gemüter im Dorf zwischen Sonnenberg und Rhein. Die Jakob Müller AG aus Frick wehrt sich gegen «irreführende Zahlen» zum Bata-Park.

Gestern überreichte die Jakob Müller AG aus Frick, Eigentümerin des Bata-Areals, der az eine Mitteilung, in der Christian Kuoni, CEO und Delegierter des Verwaltungsrats, «irreführende Zahlen» der Gegner des gemeinderätlichen Projekts kritisiert: «Nur mit der Ein- und Umzonung sowohl des Ost- wie des Westteils des Bata-Parks ist es möglich, mit Quersubventionierungen die Sanierung und den Erhalt des Areals zu ermöglichen.»

Die vom Komitee «Zukunft Möhlin» verbreiteten Argumente im Zusammenhang mit dem kulturhistorisch schützenswerten Bata-Objekt seien falsch, sagt Christian Kuoni.

Keine neue Satellitengemeinde

Beim Ausbau des Bata-Parks mit seiner einzigartigen Mischung aus Wohn- und Gewerbebauten vergrössere sich die Fläche mit Wohnanteil lediglich um zwei Hektaren und nicht, wie von den Gegnern behauptet, um mehr als neun Hektaren. Dies sei das Ergebnis der Testplanung und stelle bereits einen «grossen Kompromiss» dar.

Es sei zudem falsch, zu behaupten, im Bata-Park entstehe eine neue Satellitengemeinde. Der massgebliche Planungsbericht halte unmissverständlich fest, dass die nutzbare Wohnfläche nicht erhöht, sondern im Gegenteil um einen Viertel verringert werde.

«Als Unternehmen schaffen wir Werte»

Die Forderung, mit dem Westteil des Bata-Parks nur die Hälfte des Areals einzuzonen, sei ebenfalls irreführend: Dieser Teil entspreche nicht einmal einem Drittel der geplanten Ein- und Umzonungen. «Der Antrag der Gegner auf eine Einzonung lediglich des Bata-Westteils ist darum kein Lösungsansatz und untauglich», so Christian Kuoni.

Ferner sei es unmöglich, dass in diesem Westteil 400 bis 600 Personen wohnen könnten: «Diese falsche Zahl hatte das Komitee bis vor kurzem verwendet.»

Im Hinblick auf die historische und architektonische Bedeutung des Bata-Parks sei die Eigentümerin unbedingt darauf angewiesen, aus Neubauten die nötigen Mittel für den Erhalt und die Sanierung des Bestandes zu generieren. «Wir brauchen die etappierte Realisierung, um den Park in seiner Substanz zu erhalten.» Christian Kuoni weiter: «Als Unternehmen schaffen wir Werte.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1