Frick
Ja zum 12-Millionen-Projekt: Das neue Gemeindehaus wird gebaut

Die Befürworter des 12-Millionen-Projektes setzen sich mit 838 zu 688 Stimmen durch. Gemeindeammann Anton Mösch zeigte sich hoch erfreut über das Resultat, sprach aber auch von einem Achtungserfolg für die Gegner.

Marc Fischer
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Der genaue Fahrplan wird noch erarbeitet, doch schon Ende 2015 könnte das neue Fricker Gemeindehaus stehen.

Der genaue Fahrplan wird noch erarbeitet, doch schon Ende 2015 könnte das neue Fricker Gemeindehaus stehen.

Visualisierung/Archiv

Knapp die Hälfte der Fricker Stimmberechtigten gingen zur Urne, um über das Referendum gegen das Gemeindehaus zu befinden. 838 von ihnen folgten dem gemeinderätlichen Antrag und sagten Ja für den 12-Millionen-Franken-Kredit zur Sanierung der bestehenden Gemeindehäuser von 1950 und 1974 und zum Bau eines neuen Gemeindehauses.
Die Gemeindehausgegner, die gegen das Ja an der Gemeindeversammlung das Referendum ergriffen hatten, erreichten mit 688 Stimmen exakt 150 Stimmen weniger und unterlagen.

Im aktiv geführten Abstimmungskampf hatten sie hauptsächlich mit finanziellen Argumenten gegen das Gemeindehaus gekämpft und die Prüfung alternativer Standorte - allenfalls auch für eine dezentrale Verwaltung - gefordert. Der Gemeinderat seinerseits hatte immer betont, die Verschuldung werde nur vorübergehend steigen und eine Steuererhöhung sei nicht nötig, das Projekt jedoch für die langfristige Zukunft von Frick notwendig.

«Weitsicht beim Stimmbürger»

Gemeindeammann Anton Mösch zeigte sich in seiner ersten Stellungnahme denn auch «sehr erfreut» über den Entscheid des Souveräns. «Der Entscheid bestätigt, dass die Stimmbürger die nötige Weitsicht haben und die Langfristigkeit des Projektes erkannt haben.» Er gab aber auch zu, dass die Gegner des Projektes einen Achtungserfolg erzielt hätten. «Das bedeutet, dass der Gemeinderat das Projekt sauber begleiten muss. Es darf zu keinen Überraschungen kommen.»

Achtungserfolg für die Gegner

Auch die «wild zusammengewürfelten» Gemeindehausgegner (Eigendefinition) sprechen in einem Communiqué von einem Achtungserfolg. «Der Gemeinderat ist sehr geschlossen aufgetreten», heisst es im Bezug auf den Abstimmungskampf weiter. Und: «Selbstverständlich respektieren wir diesen Entscheid.» Es sei aber richtig gewesen, den breit abgestützten Volksentscheid zu verlangen und die Debatte zu führen, so die Gemeindehausgegner weiter.

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