Die Initianten pro Einwohnerrat Rheinfelden können mit dem offiziellen Start der Unterschriftensammlung zufrieden sein, obwohl die Aktion beinahe im Dauerregen untergegangen wäre: «Die Hosenbeine wurden auf einmal schwerer als die Gedanken», sagte dazu Axel Pierach, der Initiant der Aktion, gegenüber der Aargauer Zeitung. Weil das Wetter am Samstag wirklich sehr garstig war, brach das siebenköpfige Initiativkomitee die Standaktion vor dem Rathaus vorzeitig ab.

Fortsetzung folgt schon bald

«Die Aktion vor dem Rathaus war als offizieller Start und PR-Aktion für unsere Volksinitiative gedacht. Wir setzen nun die Unterschriftensammlung in der Öffentlichkeit fort, und zwar demnächst vor den Grossverteilern, im Augarten und am Rheinfelder Weihnachtsmarkt», erfuhr die Aargauer Zeitung von Axel Pierach, der weiter ausführte: «Am 13. November hält das Komitee die nächste Strategiesitzung ab. Wir treffen uns alle zwei Wochen, besprechen das weitere Vorgehen für die Unterschriftensammlung und aktuelle Themen in diesem Zusammenhang.»

Mit der lancierten Unterschriftensammlung pro Einwohnerrat Rheinfelden befasst sich ein siebenköpfiges, überparteiliches Komitee (die Aargauer Zeitung berichtete darüber). Es sind Leute, die zwar verschiedenen Parteien - mit Ausnahme der Schweizerischen Volkspartei (SVP) - angehören. «Aber wir sind nicht parteibeflügelt, sondern stehen als Einzelpersonen mit unseren Gedanken und Wünschen parteineutral hinter der Absicht, in Rheinfelden müsse die Gemeindeversammlung durch einen Einwohnerrat abgelöst werden.»

«Wir stehen über der SVP»

«Die SVP der Stadt Rheinfelden ist als einzige Partei nicht im Komitee vertreten, weil die Initianten ein Problem lösen wollen, das in Rheinfelden gar nicht existiert», heisst es in einer Mitteilung der Partei (vgl. Aargauer Zeitung vom 7. November). Axel Pierach vom Initiativkomitee hielt dazu fest: «Wir stehen über der SVP und lassen uns nicht von dieser Partei einschüchtern. Jedenfalls haben wir beim Start der Unterschriftensammlung festgestellt, dass sich auch Leute von der SVP für unsere Anliegen interessieren.»