Rheinfelden
Infocenter lockt viele Gäste an

Präsentation zum Kraftwerkneubau in Rheinfelden und zur Nutzung der Wasserkraft am Hochrhein. Das neue Rheinfelder Flusskraftwerk gilt als technische Meisterleistung, realisiert im deutsch-schweizerischen Schulterschluss.

Peter Rombach
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Besuchergruppe mit Energiedienst-Chef Martin Steiger (2. von rechts) und der Waldshuter Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter vor dem Kraftwerkmodell im Infocenter. Peter rombach

Besuchergruppe mit Energiedienst-Chef Martin Steiger (2. von rechts) und der Waldshuter Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter vor dem Kraftwerkmodell im Infocenter. Peter rombach

Grosse Unternehmen von beiderseits des Rheins waren an dem rund 600 Millionen Franken teueren Projekt der Energiedienst AG (ED) zur optimalen Nutzung von Wasserkraft beteiligt. Im Dezember 2010 ging die Anlage komplett ans Netz. Wenige Monate später stand auch ein attraktives Infocenter in jenem Gebäude auf Schweizer Rheinseite zur Verfügung, das über dem Maschinenhaus thront.

Das Interesse an den Präsentationen ist enorm. Allein von Oktober vergangenen Jahres bis Anfang Juni 2012 wurden 6461 Besucherinnen und Besucher registriert. Alexandra Edlinger von der ED-Kommunikation, ist stark beeindruckt von der Neugier in der Bevölkerung, in Vereinen und Institutionen. Bei Führungen das neue Kraftwerk kennen zu lernen, Hintergründe zur optimalen Nutzung von Wasserkraft und Stromverteilung im europäischen Verbundnetz zu erfahren, wirkt reizvoll. «Wir freuen uns über den Grossandrang in unserem Infocenter, wo es umfangreiche Dokumentationen und anschauliche Modelle für das Publikum gibt.»

Professionelle Präsentation

Wer den Ausstellungsraum betritt, den empfangen zunächst Posterstelen mit Infos zur «ökologisch orientierten Nutzung der Wasserkraft» und Selbstdarstellungen der ED, dass die Unternehmensgruppe nicht nur am Hochrhein, sondern auch im Wallis mit ihrem Tochterunternehmen EnAlpin AG ein «regional verankertes Engagement» beweist. Ein Regal mit Flyern und Büchern gehört ebenfalls zum Entree. Spannender wird es dann, wenn anhand eines Modells die internationale Stromverteilung und die Bedeutung von Netzsicherheit visualisiert werden. Sehr aktuell hinsichtlich des beschlossenen energiewirtschaftlichen Atomausstiegs in der Schweiz und Deutschland.

Das Kraftwerkmodell im Infocenter verdeutlicht die Funktionsweise der Anlage mit diversen Lichteffekten, signalisiert via grossen Monitor auch die aktuell zur Verfügung stehende Wassermenge und die Leistung der Maschineneinheiten. An jenem Tag, beispielsweise, flossen um 16 Uhr 1621 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch das Kraftwerk; gute Auslastung also für die Turbinen mit Blick auf die Stromproduktion.

Dies durfte sogar eine Besucherdelegation vom Deutschen Bundestag mitverfolgen. Die Waldshuter SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter befand sich auf einer «Energietour» mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber. Somit Pflicht, im ED-Infocenter vorbeizuschauen. Für ED-Chef Martin Steiger und sein Team war es Ehrensache, dort über grenzüberschreitende Energiepolitik zu diskutieren und auch auf die millionenschweren Investitionen in Natur- und Umweltschutz hinzuweisen.

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