Stein/Mumpf/Laufenburg
Info-Plattform von «mit.dabei» hilft Immigranten im Alltag

Die Net-Gruppe von «mit.dabei Fricktal» ist multinational. Entstanden ist eine Informationsplattform für den Alltag. Ziel ist, die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen im Fricktal zu fördern.

Von Marc Fischer
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Sie präsentierten die neue Website von mit.dabei Fricktal: Gladys Rüegsegger, Burim Imeri, Gina Vega (vorne v.l.) und Karin Schmid, Hansjörg Güntert (Gemeinderat Stein) und Isabelle Nold (Projektleiterin).

Sie präsentierten die neue Website von mit.dabei Fricktal: Gladys Rüegsegger, Burim Imeri, Gina Vega (vorne v.l.) und Karin Schmid, Hansjörg Güntert (Gemeinderat Stein) und Isabelle Nold (Projektleiterin).

Marc Fischer

Sie stammen aus Bolivien, Ruanda, Kolumbien oder dem Kosovo. Sie leben aber mittlerweile alle im Fricktal. Und sie haben sich alle freiwillig bei «mit.dabei Fricktal» gemeldet und in der sogenannten Net-Gruppe mitgearbeitet. «Mit grossem Einsatz hat die zehnköpfige Gruppe die Website neu gestaltet und mit Inhalten gefüllt», so Projektleiterin Isabelle Nold, «ohne ihren freiwilligen Einsatz wäre dies nicht möglich gewesen.»

Am Montag hat die Net-Gruppe nun die Website www.mitdabeifricktal.ch vorgestellt. «Sie soll eine Plattform für Informationen und Links über Themen wie Wohnen, Arbeiten, Kinder oder Freizeit sein», erläuterte Gladys Rüegsegger. Ziel sei es das Zusammenleben und die Integration aller Bevölkerungsgruppen im Fricktal zu fördern.

Audiofiles in Fremdsprachen

Viele Informationen konnte die Net-Gruppe von contaktnet.ch, einer Plattform von Migros Kulturprozent, übernehmen. «Wir haben sie jedoch auf die fricktalischen Gegebenheiten angepasst und mit Links aus der Region angereichert», so Gina Vega, «wir haben uns dabei auch von den eigenen Erfahrungen leiten lassen.» Zudem sei auch die Sprache vereinfacht worden. «Die Website ist nur in Deutsch verfasst», so Isabelle Nold, «es gibt aber zu den Unterthemen Audiofiles in zwölf Sprachen.»

«Wir möchten, dass sich die Immigranten zurechtfinden, wohlfühlen und integrieren», beschreibt Gladys Rüegsegger die Ziele, die mit der neuen Web-Plattform verfolgt werden, «noch sind die Einträge und Linksammlungen nicht vollständig, wir freuen uns deshalb über Ergänzungsvorschläge.» Neben dem neuen Web-Auftritt ist «mit.dabei Fricktal» auch auf Facebook präsent. Die bunt durchmischte Net-Gruppe trägt aber nicht nur online, sondern auch im echten Leben dazu bei, dass «mit.dabei Fricktal» bekannter wird. «Wir haben viele Bekannte bei unseren Landsleuten und können sie auf das Angebot aufmerksam machen», so Burim Imeri. Und: Auch untereinander sei reger Kontakt entstanden.

Mehr Gemeinden erwünscht

«Ich fühle mich dank meiner Mitarbeit besser integriert», freut sich Gina Vega, «jetzt hoffe ich, dass bald noch mehr Gemeinden mitmachen.» Dies hofft auch Hansjörg Güntert, Gemeinderat von Stein. Derzeit wird das Projekt nämlich von Bund, Kanton und den Gemeinden Stein, Mumpf und Laufenburg (mit je drei Franken pro Einwohner) getragen. 2016 geht es in die nächste Phase. «Wir haben nun alle Fricktaler Gemeinden angeschrieben, ob sie nicht auch mitmachen möchten», so Güntert. Die Antworten stehen noch aus. Aber Isabelle Nold weiss: «Die Resonanz aus der Bevölkerung ist gut, aber politische Gemeinden zu gewinnen ist eine Herausforderung.»

www.mitdabeifricktal.ch